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Trotz Baupfuschs: „Der Beton hält“

Entwarnung für Potsdamer Da-Vinci-Schule Trotz Baupfuschs: „Der Beton hält“

Hoffen und Bangen auf der Baustelle für der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule im Potsdamer Norden. Der in zwei Decken verbaute Beton entspricht zwar nicht der geplanten Qualität – aber er hält und muss nicht abgerissen werden. Das sagte Kis-Chef Bernd Richter am Montag. Sorgen, dass der Campus zum Schuljahresbeginn 2016/17 bezugsfertig ist, hat er dennoch.

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Kis-Chef Bernd Richter gibt Entwarnung: „Der Beton hält.“

Quelle: Christel Köster

Bornstedter Feld. Entwarnung auf der Baustelle für den Neubau der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule im Bornstedter Feld. „Die Decken sind tragfähig“, sagte Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service der Stadt (Kis) gestern beim Vor-Ort-Termin. Zwar liege die Betonqualität eine Stufe unter der geplanten. Der beauftragte Statiker sehe die Standfestigkeit dadurch aber nicht gefährdet. „Somit sind keine Umbauten der Schule notwendig“, sagte Richter. Im schlimmsten Fall hätten die betroffenen Decken abgerissen und neu eingezogen werden müssen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden derzeit allerdings noch von einem externen Prüfstatiker bewertet. „Das ist aber nur noch Formsache“, betonte Richter. „Hier erwarten wir auch kein anderes Resultat.“

Der Da-Vinci-Campus gegenüber der Biosphäre ist nach der Investitions- und Landesbank (ILB) am Hauptbahnhof und dem neuen Bad am Brauhausberg eine der größten Baustellen in der Landeshauptstadt. Die Da-Vinci-Schule soll Schuljahr 2016/2017 dorthin umziehen. Ihr angestammtes Gebäude in der Haeckelstraße in Potsdam-West soll dann ein neues Gymnasium beherbergen.

Das Richtfest für die Schule im Potsdamer Norden fällt aus

So weit der Plan. Doch mit dem Schulneubau hatte es schon weit vor dem ersten Spatenstich im September 2014 Probleme gegeben. Bereits die Planung war laut Kis-Chef Richter ein Dreivierteljahr in Verzug geraten. Im März 2015 wurde dann der Grundstein gelegt. Doch schon im Dezember entdeckte der Kis bei einer Routinekontrolle, dass mit der Betonqualität der jeweils 400 Quadratmeter großen Decken über dem ersten und zweiten Geschoss etwas nicht stimmt. Daraufhin sagte man das Richtfest ab (es wid auch nicht nachgeholt), stoppte die Arbeiten in den betroffenen Räumen und zog Bauarbeiten in anderen Bereichen des Gebäudes vor.

Die Baufirma klären, was mit dem Beton schief gelaufen ist

Ob bereits etwas im Betonwerk oder erst beim Einbauen schief gelaufen ist, könne man nicht sagen, so Richter. „Der Grund ist für uns auch nicht wichtig, das muss die Firma auswerten. Für uns zählt, dass der Beton hält.“ Den entstandenen Schaden beziffert der Kis-Chef mit „ein paar Tausend Euro“. Mit der Baufirma, an deren Arbeit man bisher nichts zu beanstanden hatte, sei man „im Gespräch“.

Ein modernes Schulhaus mit allem Drum und Dran

Der Neubau der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule kostet 25,4 Millkonen Euro. Er ist für bis zu 850 Schüler sowie 85 Lehrer ausgelegt.

31 Klassen- und elf Gruppenräumen sind im Schulhaus untergebracht, zudem drei Fachkabinette für Kunst und Musik, eine Bibliothek, sieben Fachkabinette für Naturwissenschaften, vier Informatikkabinette, eine Lehrküche sowie Räume für Arbeitslehre.

Der 300-Quadratmeter-Speisesaal ist mit dem Foyer zu verbinden.

Auch Sportanlagen und Pausenhöfe sowie eine Sporthalle mit vier Spielfeldern von insgesamt 1600 Quadratmetern gehören zum Campus. Zu den Sportanlagen zählen zwei Kleinspielfelder, eine 100-Meter-Laufbahn, eine Weitsprunggrube, ein Kugelstoßring, ein grünes Klassenzimmer und eine Gymnastikwiese. nf

Zwar habe es aufgrund der Betonqualität keine Verzögerung im Bauablauf gegeben, so Richter. „Dennoch müssen wir ganz klar sagen, dass es mit der Fertigstellung der Gesamtschule und der Eröffnung pünktlich zum Schuljahresbeginn wirklich Spitz auf Knopf steht.“ Jetzt dürfe einfach nichts mehr passieren. „Wir müssen mit Hochdruck bis zum Ende durchziehen, um den Termin zu schaffen. Es ist also gut, einen Notfallplan zu haben“, so Richter. Sollte sich die Fertigstellung des neuen Campus verspäten, sieht der Plan vor, dass die Da-Vinci-Gesamtschule noch einige Monate länger in der Haeckelstraße bleibt und das neue Gymnasium temporär am Oberstufenzentrum I einzieht. „Zu Beginn der Sommerferien können wir mit 100-prozentiger Verbindlichkeit sagen, ob wir Plan B in Anspruch nehmen müssen oder nicht“, so Richter. Bis dahin bleibe man optimistisch.

Von Nadine Fabian

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