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Villa am See steht zum Verkauf

Neue Wohnungen in Glindow nicht ausgeschlossen Villa am See steht zum Verkauf

Die alte Villa auf dem Gelände der Jahnschen Stiftung am Seeufer in Glindow steht zum Verkauf. Ein heimischer Unternehmer hat Interesse bekundet. Der jetzige Pächter hat auch einen Antrag auf Abriss gestellt. Ob die Turmvilla fällt und neue Wohnungen gebaut werden, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

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Die alte Turmvilla am Glindower See prägt das Ortsbild mit. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob sie abgerissen wird.

Quelle: Möldner

Glindow. Das Turmhaus der Jahnschen Stiftung am Ufer des Glindower Sees steht zum Verkauf. Eine Stahnsdorfer Firma hatte von der Jahnschen Stiftung das Erbbaurecht erworben und das Haus saniert. Nun will die Firma das Gebäude, in dem bis zum Jahr 2002 eine Schule für Körperbehinderte untergebracht war, veräußern. Das bestätigte Klaus-Dieter Geisler, Vorsitzender der Jahnschen Stiftung als Eigentümer des Anwesens, auf Nachfrage der MAZ. Auf dem Gelände der einstigen Schule des Kreises, in der annähernd 30 Mädchen und Jungen betreut wurden, befand sich nach dem letzten Willen der Stifterin Luise Jahn (1842-1916) bis 1963 ein Krankenhaus mit Entbindungsstation, Operationssaal und Röntgenraum.

Um Chancen für die künftige Entwicklung des Areals zentral und in bester Lage auszuloten, stellten die jetzigen Pächter einen Antrag auf Abriss. „Ich weiß nicht, ob die Pächter schon eine Genehmigung bekommen haben“, sagt Geisler. „Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, im Obergeschoss gibt es nicht die erforderliche Raumhöhe“, sagt der Stiftungsvorsitzende. „Einen Abriss wird die Stiftung aber nicht grundsätzlich ablehnen, wenn sich geplante Gebäude ins Ortsbild einfügen und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden.“ Noch sei aber nichts entschieden, auch wenn ein Unternehmer aus Glindow Interesse bekundet hat, das Erbbaurecht zu erwerben. Er schließt auch den Bau von Wohnungen nicht aus. Bisher wurde aber weder ein Kaufvertrag unterschrieben noch ein Bauantrag gestellt. „Doch das Erbbaurecht lässt nicht nur die Erhaltung des Gebäudes sondern auch den Neubau von Wohnungen zu, der nicht im Widerspruch zu den Zielen der Stiftung steht“, betont Geisler. Die Stiftung habe nichts gegen neue Lebensräume, engagiere sich aber insbesondere in der Betreuung Behinderter, unterstütze Selbsthilfgegruppen und fördere Reisen von Menschen mit Handycap.

Im Glindower Ortsbeirat und im Kiez wird die Entwicklung des traditionellen Standortes aufmerksam verfolgt. „Sollte es jetzt zum Verkauf kommen, Neubauten entstehen, werden wir auf jeden Fall den Investor im Ortsbeirat anhören“, sagt Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (Freie Bürger) der MAZ. Die Turmvilla präge das Ortsbild und den Uferstreifen maßgeblich mit. „Erst wenn wir die Pläne genau kennen, können wir darüber entscheiden“, sagt Wilhelm. In der Nachbarschaft zum Haupthaus auf dem 11 300 Quadratmeter großen Grundstück der Stiftung haben sich eine Praxis für Physiotherapie, eine Kantine und eine Wohngruppe eingerichtet.

Von Regine Greiner

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