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Warsow bald komplett am Abwassernetz

Zweckverband Havelländisches Luch investiert weiter Warsow bald komplett am Abwassernetz

Rund eine halbe Million Euro will der Abwasserzweckverband Havelländisches Luch im nächsten Jahr investieren. So soll die Ortserschließung von Warsow abgeschlossen und ein defekter Kanal in Paulinenaue erneuert werden. Ein weiteres Thema ist das Klärwerk Wutzetz.

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Der erste Bauabschnitt zur Abwassererschließung des Wiesenauer Ortsteils Warsow begann in diesem Jahr.

Quelle: Andreas Kaatz

Friesack. Der Abwasserzweckverband Havelländisches Luch wird im nächsten Jahr den Anschluss des Wiesenauer Ortsteils Warsow ans Schmutzwassernetz beenden. Das hat die Verbandsversammlung jetzt beschlossen. Rund 140 000 Euro werden bereitgestellt, um ab Frühjahr den Bereich von der Kirche bis zum Ortsausgang Richtung Brädikow ebenfalls ans neue Ortsnetz anzubinden.

Begonnen wurde mit der Erschließung in diesem Jahr am Ortseingang aus Richtung Vietznitz. Der erste Bauabschnitt soll nun Ende des Monats fertiggestellt sein. „Die Einleitung wird aber frühestens ab Januar erfolgen können“, sagt Günter Fredrich, Geschäftsführer der Osthavelländischen Wasser- und Abwasser GmbH (Owa). Die Owa ist Betriebsführer des Zweckverbandes. Fredrich weist darauf hin, dass die Einwohner vorher noch nicht ins Netz einleiten dürfen. „Sie müssen erst die Entwässerungsgenehmigung abwarten und können dann die Verbindung zwischen Haus und Schacht herstellen“, so Fredrich.
Darüber hinaus wird der Zweckverband auch in Paulinenaue tätig. Dort soll 2016 in der Straße Unter den Eichen für 265 000 Euro eine defekte Abwasserleitung erneuert und ein altes Pumpwerk stillgelegt werden. „Wir haben das Kanalnetz mit einer Kamera befahren und dort sehr viele Schäden festgestellt“, sagt Fredrich. Mit der Sanierung des Netzes will man in Zukunft ausschließen, dass Schmutzwasser in den Boden sickern kann. Wie viele Haushalte bereits im nächsten Jahr an die neue Leitung kommen werden, kann der Geschäftsführer aber noch nicht sagen. Dies sei abhängig vom Ausschreibungsergebnis.

Des Weiteren soll im Zuge der Arbeiten das alte Kanalnetz des ehemaligen Institutsgeländes in Paulinenaue neu geordnet werden. „Jeder Eigentümer bekommt jetzt einen separaten Anschluss“, so Fredrich. Derzeit verlaufe in einem Fall sogar eine Leitung unter einem Haus durch. Das wird sich ändern.

Aber auch im Norden des Verbandsgebietes wird 2016 investiert. So soll die Kläranlage im Friesacker Ortsteil Wutzetz für rund 80 000 Euro verkleinert und mit einer besseren Belüftung versehen werden. Allerdings ist noch nicht ganz sicher, ob es so kommen wird, wie der Owa-Chef sagt. Denn erst müsse sich noch die Untere Wasserbehörde des Landkreises zu den Maximalwerten äußern, die dort künftig einzuhalten sind. Sollten die Anforderungen nämlich am Ende zu groß sein und damit für den Verband der Betrieb zu unwirtschaftlich, will Fredrich einen Plan B in der Tasche haben. Der könnte so aussehen, dass möglicherweise das Schmutzwasser aus Wutzetz über einen rund sechs Kilometer langen Kanal, der erst noch gebaut werden muss, nach Zootzen-Damm geleitet wird und von dort weiter über die bestehende Leitung ins Klärwerk Wagenitz.

Von Andreas Kaatz

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