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Wasser in Luckenwalde wird teurer

Trinkwasser und Abwasser betroffen Wasser in Luckenwalde wird teurer

Die Preise für Trinkwasser steigen ab Januar, die Gebühren für Abwasser sinken. Der klassische Kleinabnehmer in Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal muss etwas tiefer in die Tasche greifen.

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Das Trinkwasser wird in Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal teurer.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Für die Versorgung mit Trinkwasser müssen Abnehmer in Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal künftig etwas tiefer in die Tasche greifen. Sowohl die Preise für Trinkwasser als auch die Gebühren für Abwasser werden zum Januar 2016 geändert. Der Luckenwalder Finanzausschuss stimmte dem Vorschlag am Montagabend einstimmig zu.

Die gute Nachricht der Änderungen verkündete Ingo Reinelt, Amtsleiter für Gebäude- und Beteiligungsverwaltung der Stadt, im Finanzausschuss zuerst: „Die Gebühren für die Entsorgung von Leitungs-Abwasser sinken leicht.“ Die monatlichen Grundgebühren von 3,50 Euro oder 5,95 Euro (je nach Zählergröße) bleiben unverändert. Die Mengengebühr sinkt von derzeit 3,56 Euro auf 3,52 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Das macht für Kleinverbraucher eine jährliche Ersparnis von 1,20 Euro aus, für Großverbraucher von knapp zehn Euro.

Hintergrund

Die Nuthe-Wasser- und Abwasser- GmbH (Nuwab) versorgt die Verbraucher in Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal mit Trinkwasser und entsorgt das Abwasser über Kanalsysteme.

7274 Trinkwasser-Abnehmer der Nuwab gibt es in Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal.

Der Kalkulationszeitraum für Wasserpreise und Abwassergebühren endet am 31. Dezember 2015. Die neue Kalkulationsperiode umfasst den Zeitraum 2016 und 2017. Laut Kommunalabgabengesetz müssen Gebühren spätestens alle zwei Jahre neu kalkuliert werden.

1,05 Millionen Kubikmeter Trinkwasserverbrauch waren für den Zeitraum 2014/15 veranschlagt, für die neue Periode sind es nur noch 1,04 Millionen.

Auch für Verbraucher, die ihr Fäkalabwasser über abflusslose Sammelgruben entsorgen, steht eine geringfügige Entlastung ins Haus. Pro Kubikmeter Abwasser müssen künftig zwei Cent weniger bezahlt werden – 8,72 Euro statt bisher 8,74 Euro. Betreiber von Kleinkläranlagen hingegen werden wieder etwas mehr zur Kasse gebeten. Sie zahlen pro Kubikmeter entsorgtem Klärschlamm 17,95 Euro statt bisher 17,87 Euro – also acht Cent mehr. „Bei der Entsorgung von einem bis zu zehn Kubikmetern fallen also Mehrkosten von maximal 80 Cent im Jahr an“, erklärte Reinelt.

„Moderat“ nennt er die Preissteigerung beim Trinkwasser. Der Verbrauchspreis von 1,73 Euro netto pro Kubikmeter bleibt konstant. Erhöht wird der monatliche Grundpreis von 5,40 Euro auf 5,80 Euro beim kleinen Zähler und von 9,18 Euro auf 9,86 Euro beim großen Zähler. „Der klassische Kleinverbraucher zahlt also 5,14 Euro brutto pro Jahr mehr“, sagte Reinelt. Rechnet man den Betrag mit der günstigeren Abwassergebühr gegeneinander auf, so bleiben jährliche Mehrkosten von 3,85 Euro. Großabnehmer, bei denen die Abwassermengen eine größere Ersparnis bringen, zahlen am Ende bis zu 1,54 Euro weniger.

Als Grund für die Erhöhung der Trinkwasserpreise nennt Reinelt den Rückgang des Mengenverbrauchs. Genaue Ursachen seien nicht bekannt, aber beispielsweise hätte die Schließung der Papptellerfabrik einen Minder-Verbrauch von 5000 Kubikmetern Wasser zur Folge. „Künftig steigende Kosten und das Risiko sinkenden Verbrauchs können wir nur über den Grundpreis regulieren“, erklärte Ingo Reinelt.

Von Elinor Wenke

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