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Wildwuchs an der Hausruine

Unkraut-Posse in Potsdam Wildwuchs an der Hausruine

In einigen Gegenden der Stadt verhängt das Ordnungsamt von Potsdam saftige Bußgelder gegen Hausbesitzer, die dem so genannten Unkraut zwischen Haus und Straße nicht konsequent an die Halme rücken. Anderswo aber holt sich die Natur den Siedlungsraum zurück, und nichts passiert.

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Zeppelinstraße: Wildwuchs am Ruinenobjekt.

Quelle: Foto: Schüler

Brandenburger Vorstadt. Volkmar Herrmann muss da jeden Tag vorbei. Und ärgert sich auch jeden Tag. Nicht nur er, viele im Kiez am alten Stadthafen tun das. Wenn er von der Zeppelinstraße abbiegt zur Mertz-von-Quirnheim-Straße, passiert er eine Wohnhausruine, die seit Jahren leer steht; vor allem das Hofgebäude ist ein Ort des Vandalismus. Türen und Fenster gibt es längst nicht mehr; Bier- und Schnapsflaschen liegen immer wieder auf dem Gelände, das mit Bauzäunen gesichert ist, obwohl da niemand baut. Es wuchert vor sich hin auf dem Grundstück hinterm Zaun und auch davor, wo das Haus am Gehweg steht.

„Voriges Jahr habe ich die Stadt mal angerufen“, berichtet Volkmar Herrmann: „Irgendwann kam dann mal jemand und hat den Wildwuchs abgemäht und den Baum ausgeschnitten, von dem schon Äste fielen. Seither ist nichts passiert. Das wächst ja alles durch den Zaun nach draußen.“

An dieser Stelle an der Zeppelinstraße wuchert es deutlich schlimmer als am Neuen Markt oder in der Berliner Vorstadt, wo es Bußgelder gab

An dieser Stelle an der Zeppelinstraße wuchert es deutlich schlimmer als am Neuen Markt oder in der Berliner Vorstadt, wo es Bußgelder gab.

Quelle: Schüler

An dieser Wucher-Stelle müsste die Stadt dafür sorgen, das Ordnung geschaffen wird, statt anderswo Hausbesitzer wegen zarten Wegegrüns zur finanziellen Rechenschaft zu ziehen, findet er. In seinen Augen wird hier mit ungleicher Elle gemessen.

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Tatsächlich hat das Ordnungsamt der Stadt am Neuen Markt und in der Berliner Vorstadt eine Reihe von Hauseigentümern mit rund 50 Euro teuren Bußgeldern belangt, die nicht radikal genug gegen Unkraut an Hauswänden und auf Gehwegen vorgegangen sind. Gab es mehrere Besitzer eines Hauses, bekamen sie einen Bußgeldbescheid pro Person, obwohl es nur einen Tatbestand gibt. Zwei Anwälte aus Berlin, die die Strafe nicht akzeptieren, wollen jetzt vor Gericht klären lassen, was eigentlich Unkraut ist.

Von Rainer Schüler

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