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Wittenberger nutzen Tag der Architektur

Modernes Wohnen in historischen Gebäuden Wittenberger nutzen Tag der Architektur

Überall in Brandenburg haben die Menschen den Tag der Architektur genutzt, um sich ein Bild von modernen Baulösungen zu verschaffen. In Wittenberge standen zwei Wohnhäuser in der Johannes-Runde-Straße 7 und 8 im Mittelpunkt. Die beiden Gebäude sind um 1900 gebaut und erst kürzlich beispielhaft saniert worden.

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Die ausgelegte Dokumentation der Baufortschritte stieß auf großes Interesse.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Bauen und gestalten stand am Sonntag beim Tag der Architektur des Landes Brandenburg im Fokus der Menschen zwischen der Prignitz und der Lausitz . Die Brandenburgische Architektenkammer veranstaltete diesen Tag, um Bürgern einen Einblick zu geben, woran Architekten arbeiten. Gezeigt wurden moderne Neubauten und beispielhafte Sanierungen. Ein Beispiel für Letztere sind die Wohnhäuser in der Wittenberger Johannes-Runge-Straße 7 und 8. Eigentümerin der Gebäude ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge (WGW).

Sieben Häuser im Jahnschulviertel wurden im Jahr 2006 so weit instand gesetzt und konserviert, dass man sie in den kommenden zehn Jahren weiter sanieren konnte.„Ich habe zehn Jahre lang bei der WGW gearbeitet und hatte das Glück, mich um diese Häuser kümmern zu dürfen”, stellte sich die Architektin, Jeannine Meierholz, den rund 40 interessierten Gästen vor, die zur ersten Führung um 13 Uhr gekommen waren. Errichtet wurden die Gebäude etwa um 1900. Das Haus mit der Nummer 7 hatte je Etage zwei Wohnungen von jeweils rund 100 Quadratmetern Wohnfläche. Da diese heute schlecht zu vermieten sind, wurden daraus 13 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen, mit Wohnflächen zwischen 50 und 90 Quadratmetern. Alle sind behindertengerecht und barrierearm gestaltet. In der Nummer 8 befinden sich drei Drei-Raum-Wohnungen. Die untere ist barrierefrei. Beide Häuser zusammen kommen auf insgesamt 1060 Quadratmeter Wohnfläche. Die Einzeldenkmale sind zu einem verschmolzen worden. Prägende Jugendstil-Elemente wurden erhalten. Die Gebäude wurden mit einer Innendämmung versehen, was für die Mieter eine Heizkostenersparnis bedeutet.

Als KFW-100-Haus ausgelegt, entspricht es laut Energiesparverordnung den Werten eines Neubaus. „Wir haben viel Schwammbefall vorgefunden, wodurch sich die Sanierung aufwendiger gestaltete als ursprünglich gedacht”, erinnerte sich die Architektin. Alle Decken wurden verstärkt, weil die Statik von damals nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. Das angrenzende Haus in der Theodor-Körner-Straße 1 war so geschädigt, dass man es nur noch abreißen konnte. Dadurch ist aber Zugang zum Hof der Häuser in der Runge-Straße 7 und 8 geschaffen worden, wodurch sie attraktiver gestaltet. werden konnten. Die Wohnungen waren leider nicht zu besichtigen, da sie vermietet sind. Geöffnet waren hingegen die Flure, Keller und Dachböden, die besichtigt wurden. Die Sanierung in den Jahren 2013 und 2014 dauerte rund 18 Monate und kostete 2,4 Millionen Euro. Davon gab es einen Förderzuschuss von 875 000 Euro aus dem Programm Städtebauförderung und 80 000 Euro Förderung für den Aufzug. Durch einen vom Landkreis verhängten Baustopp von sechs Wochen und das Elbehochwasser 2013 kam es zu einer Bauverzögerung.

Von Jens Wegner

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