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Großes auf der grünen Wiese in Wittstock

Wohn- und Betreuungskomplex für pflegebedürftige Menschen Großes auf der grünen Wiese in Wittstock

Der Anfang ist gemacht. Erste Fundamente wurden am Freitag bereits gegossen. Doch das Ausmaß dessen, was in den nächsten Monaten auf dem Feld hinter der Lucas-Cranach-Straße im Wohngebiet Rote Mühle in Wittstock entstehen wird, ist weit umfangreicher, als es derzeit noch den Anschein hat.

Lucas-Cranach-Straße, Wittstock 53.176181 12.483413
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Wenn die Bauarbeiten am Wohn- und Betreuungskomplex abgeschlossen sind, wird das Projekt so aussehen

Quelle: Björn Wagner

Wittstock. Die Firma Stellamed Hauskrankenpflege aus Wittstock wird auf dem Feld hinter der Lucas-Cranach-Straße im Wohngebiet Rote Mühle in Wittstock einen Betreuungskomplex für pflegebedürftige Menschen errichten.

Firmeninhaberin ist Silvia Teschner. Sie erklärt die Intention hinter dem Projekt: „Wir wollen mit diesem Neubau alle Betreuungsangebote zentral an einem Ort zusammenfassen – Tagespflege, Hauskrankenpflege und Wohngruppen für Gäste mit einer Pflegestufe. Das gibt es in der Region so noch nicht. Es ist unser Alleinstellungsmerkmal.“

Konkret wird es so aussehen: Auf insgesamt rund 4300 Quadratmetern werden künftig die Tagespflege, die Hauskrankenpflege und vor allem eine Wohngemeinschaft für Senioren entstehen. Letztere ist das Herzstück des Projektes: Ein moderner Flachbau über Eck, der künftig auf insgesamt 734 Quadratmetern zwei Wohngruppen mit jeweils elf Bewohnern Platz bieten soll, für jeden knapp 23 Quadratmeter, jeweils inklusive einer eigenen Nasszelle und Terrasse. Geplant seien ausschließlich Einzelzimmer.

Im etwas höher aufragenden Mittelteil werden Küche und Aufenthaltsräume zu finden sein. Es gebe einen hauseigenen Fahrdienst, und das Essen werde täglich frisch vor Ort zubereitet, woran sich die Bewohner auch beteiligen können, wenn sie das möchten. Auch an Gemeinschaftsterrassen wurde gedacht.

In einem weiteren Gebäude direkt daneben sind die Tagespflege und im Obergeschoss die Räume für die Hauskrankenpflege vorgesehen, das heißt die Basisstation für die Mitarbeiter, die pflegebedürftige Menschen direkt zu Hause betreuen. Komplettiert werde das Ganze mit einem eigenen Blockheizkraftwerk in einem kleinen Anbau sowie Grünanlagen, Besucherparkplätzen und einem Wendehammer.

Vorteil des Ganzen: Die Betreuung kann in allen Bereichen optimal organisiert und vernetzt werden. Denn Bewohner aus den Wohngruppen können bei Bedarf auch die 20 Plätze umfassende Tagespflege nebenan in Anspruch nehmen, also ein Betreuungsangebot mit Ausflügen oder Spielenachmittagen jeweils werktags von 8 bis 16 Uhr.

In der Tagespflege werde es auch Räume fürs Mittagsschläfchen geben. „Jeder soll nach seinen Wünschen und Möglichkeiten leben können.“ Wer sich in die Wohngruppe einmietet, lebe wie in einer eigenen Wohnung – mit eigenen Möbeln. Einziger Unterschied: Es gibt rund um die Uhr eine pflegerische Betreuung.

Finanziert werde das alles zum größten Teil über Kranken- und Pflegekassen, erklärt Silvia Teschner, die nicht nur Chefin von rund 20 Mitarbeitern ist, sondern auch den Pflegedienst im Bereich Hauskrankenpflege bei Stellamed leitet. Der Unterschied zwischen einer Wohngruppe und betreutem Wohnen bestehe, darin, dass der Kunde beim betreuten Wohnen seinen Pflegedienst frei wählen kann; wohingegen bei einer Wohngruppe ein Pflegevertrag mit nur einem Versorger geschlossen wird.

Das Team (v.l.): Maximilian Teschner, stellvertretender Pflegedienstleiter Tagespflege; Franziska Voß, stellvertretende Pflegedienstleiterin Hauskrankenpflege; Selina Aust, Pflegedienstleiterin in der Tagespflege und Silvia Teschner, Inhaberin von Stellamed

Quelle: Björn Wagner

Den Anstoß für die Idee, alles ganz neu anzupacken und Großes auf der grünen Wiese zu schaffen, hätten die Kunden gegeben. „Sie fragten sehr oft, welche Wohnformen es in Wittstock gibt“ erinnert sich Silvia Teschner. Dabei sei aufgefallen, dass der Bedarf nach betreuten Wohngruppen groß ist. „Daraufhin haben wir eine Marktanalyse gestartet und gefragt: ’Wie wollen Sie im Alter wohnen?’.“ Ergebnis: Möglichst eigenständig, aber mit 24-Stunden-Betreuung und vor allem auch eigenem kleinen Bad und Terrasse. „Da es so etwas hier bislang nicht gibt, lag es nahe, neu zu bauen“, so die Chefin. Dass dann auch die anderen Angebote wie Tagespflege und Basisstation der Hauskrankenpflege an diesem Ort zusammengebracht werden, verstand sich da fast von selbst. Für genau diesen Standort sprächen außerdem die Tatsache, dass mehrere wichtige Einrichtungen ganz in der Nähe liegen: Rettungsdienst, KMG-Klinik, Supermarkt.

Laut Silvia Teschner werde die Bauzeit des gesamten Komplexes etwa ein Jahr dauern. Mitte 2016 soll alles komplett fertig sein – die Tagespflege allerdings bereits im Dezember dieses Jahres. Auf die Investitionssumme will sie nicht näher eingehen. Nur so viel: „Wir finanzieren alles gemeinsam mit der Sparkasse OPR.“

Von Björn Wagener

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