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Wohnbauprojekte nehmen Fahrt auf

Wohnungsbau in Königs Wusterhausen Wohnbauprojekte nehmen Fahrt auf

Die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt in Königs Wusterhausen spitzt sich immer mehr zu. Die Stadtverordneten setzten daher am Montagabend im Stadtparlament gleich mehrere Wohnbau-Projekte auf die Beschleunigungsspur. Allein im Quartier Potsdamer Ring/ Potsdamer Straße sollen 120 moderne Wohnungen entstehen.

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Die 24 Wohnungen der kommunalen Wobauge im Kirchsteig in Königs Wusterhausen sollen im September 2016 bezugsfertig sein.

Quelle: Foto: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. „Junge Familien können hier keine Wohnung mehr bezahlen. Schließlich ist nicht jeder der Spitzeningenieur“, sagte der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) am Montagabend im Stadtparlament. Als erfreulich bewertete er daher, dass ihm Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) erst am Vormittag in einem Gespräch in Potsdam zusicherte, dass sich das Land diesbezüglich bewegen wird. Auch die ihn begleitenden Geschäftsführer der beiden größten Wohnungsunternehmen in der Stadt, Rolf Faust und Ralf Kneller, nahmen mit Genugtuung zur Kenntnis, dass das Land den Wohnungsbau in Regionen mit einem angespannten Wohnungsmarkt jetzt jährlich mit 70 Millionen Euro fördern will. „Von diesem Kuchen wollen wir in jedem Fall ein Stück abhaben“, sagte Franzke.

Seine Intentionen erstrecken sich dabei vor allem auf ein Wohnprojekt auf dem Areal hinter dem Lidl-Markt unweit der Luckenwalder Straße. Königs Wusterhausen verzeichnet bereits jetzt – ohne Flüchtlinge – einen jährlichen Zuzug von etwa 230 Einwohnern.

Daher setzten die Stadtverordneten mit ihren Voten für die Offenlegungsbeschlüsse zum Bebauungsplan „Potsdamer Ring/ Potsdamer Straße“ sowie zur „Alten Werftstraße“ in Zernsdorf zwei weitere große Wohnbauprojekte auf die Beschleunigungsspur. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (Wobauge) will in vier Bauabschnitten 120 moderne Wohnungen unweit vom Friedhof zwischen der alten B 179 am Berliner Berg und dem vorhandenen Wohngebiet an der Potsdamer Straße errichten.

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Vorgesehen ist eine viergeschossige Bauweise, wobei die oberste Etage als Staffelgeschoss geplant ist. Der Vorentwurf sah sogar 150 Wohnungen vor, ehe noch ein kleiner Kinderspielplatz eingearbeitet wurde. „Hier entsteht ein Quartier für Bürger, aber nicht für Kinder. Den Stellflächen der Autos wird weitaus mehr Raum gegeben als den Kindern“, kritisierte die Stadtverordnete Hannelore Gabriel (Wir für KW) und stimmte gegen den Offenlegungsbeschluss, der mit zwei Gegenstimmen den Stadtrat passierte.

Insgesamt kostet dieses Wohnprojekt 14,5 Millionen Euro, wobei zeitaufwendige europaweite Ausschreibungen notwendig sind. Die Finanzierung wird über einen Mix aus 60 Prozent Kredit und 40 Prozent Eigenkapital gesichert. Wobauge-Geschäftsführer Rolf Faust rechnet mit einem Baustart im Herbst 2016, so dass das Gesamtensemble voraussichtlich Ende 2021 fertig ist.

Bedeutend zügiger soll es für den Geschäftsführer der „Wohnen am See Zernsdorf GmbH“, Arnold Onnebrink, im Plangebiet „Alte Werftstraße“ gehen. Hier stehen schon im Sommer 90 Grundstücke für den Bau von Eigenheimen zum Verkauf. Außerdem sind entlang der Karl-Marx-Straße auf einem 1,5 Hektar großen Areal zweigeschossige Gebäude plus Staffelgeschoss vorgesehen, in denen ab Herbst 2016 etwa 50 Wohnungen entstehen.

Von Franziska Mohr

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