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Gefragte kleine Wohnungen

Sanierung in Falkensee Gefragte kleine Wohnungen

Jahrelang stand der Wohnblock in der Coburger Straße von Falkensee leer und verkam zur Bauruine. Mehrmals wechselten das Objekt die Besitzer, nun wird das Haus wieder hergerichtet. Die kleinen Appartments sind gefragt.

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Der Wohnblock in der Coburger Straße wird saniert.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. „Das werden Luxuswohnungen“, sagt eine Frau und zeigt auf den alten Wohnblock in der Coburger Straße von Falkensee. Der 50 Jahre alte Bau im Falkenhorst sorgt für Diskussionen und Gerüchte.

Gerhard Krein kann etwas Licht ins Dunkel bringen. Der Bauleiter des Objektes weiß: „Das Haus wird saniert und es werden 57 Ein- und Zwei-Zimmer-Appartments entstehen.“ Seit dem Frühjahr wird an dem Haus gearbeitet. Die Baustellensprache ist rumänisch, die Auftraggeber sitzen in Israel.

Dabei hat das Haus ein Odyssee hinter sich. 1965 erbaut, haben sich die kleinen Wohnungen bis nach der Wende als gefragt erwiesen. Das Haus landete im Bestand der Gegefa, der städtischen Wohnungsgesellschaft. Der fehlte jedoch in den Neunziger Jahren das Geld für die notwendige Sanierung des Hauses. So wurde der Block vor mehr als zehn Jahren verkauft und verfiel.

Mehrmals wechselte das Gebäude die Besitzer, die saßen stets im Ausland, auch außerhalb der EU. 2013 hatte der damalige Besitzer einen Bauantrag für Umbau und Sanierung gestellt und genehmigt bekommen. Die Genehmigung war an Efrat Abuav ergangen. Umgesetzt wurden die Pläne jedoch nicht, der Wohnblock wurde verkauft und im Internet als „interessantes Sanierungsobjekt“ für 790000 Euro angeboten. Die neuen Besitzer nutzen nun die vorliegende Genehmigung aus. Nach mehr als zehn Jahren Ruhestand bewegt sich nun etwas. Die im vergangenen Jahr gegründete „Mozartplatz Magdeburger Straße Property Holdings GmbH“ mit Sitz in Berlin ist der Besitzer, Geschäftsführer sind Peretz Cooper aus Tel Aviv und Hagay Ron aus Jerusalem.

Der Berliner Gerhard Krein ist für sie vor Ort aktiv. Was genau sich hier früher befand, weiß er nicht. Von Stasihotel und WBS-70-Bau hat er gehört. Beides ist falsch, die Appartments waren vor allem von älteren Leuten bewohnt, im Haus befand sich später eine Sozialstation der Volkssolidarität, das Gebäude war ein Experimentalbau von 1965, der später nicht weiter umgesetzt wurde. Ab 1970 setzte sich die Wohnungsbauserie WBS 70 in der DDR durch.

Nach der Wende verfiel der Bau. Er wurde zum illegalen Jugendklub. „Der Schutt lag meterhoch in den Gängen, in den Bädern war fast alles abgerissen und zerschlagen“, erinnert sich Gerhard Krein. Nun wird das Haus nach aktuellem Standard hergerichtet. Geflieste Bäder, geflieste Küche, auf der Westseite des Hauses verfügt jedes Zimmer über eine Loggia. Einige Wände werden rausgenommen , um Zwei-Raum-Wohnungen zu schaffen.

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Die Wohnungen zwischen 25 und 50 Quadratmeter scheinen bereits jetzt begehrt. „Wir haben schon viele Nachfragen, aber die Vermietung hat noch nicht begonnen“, sagt der Bauleiter, „vor allem Ältere fragen nach.“ Allerdings ist vorerst nicht vorgesehen, das Haus mit einem Fahrstuhl aufzurüsten. Platz wäre an der Seite des Mittelflurhauses.

Die Männer um Vorarbeiter Horia Radu haben noch viel zu tun. Einige Wohnungen sind schon fertig, andere müssen noch entmüllt werden. Noch nicht geklärt ist, ob die bestehende Wärmedämmung mit ihren Metallplatten bleibt oder erneuert wird. „Der Umbau wird über das Jahresende gehen“, rechnet Gerhard Krein. Im Frühjahr werden die neuen Mieter wohl in das Haus in der Coburger Straße einziehen können.

Von Marlies Schnaibel

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