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Teltower Heimathaus erhält neues Dach

Zimmerleute sanieren ältestes Haus der Stadt Teltower Heimathaus erhält neues Dach

Das älteste Haus in Teltow, das Heimatmuseum der Stadt, wird derzeit saniert. Zimmerleute aus Bergholz-Rehbrücke reparieren den Dachstuhl. Ein Teil des Ensembles soll seine ursprüngliche historische Dachkonstruktion wiedererhalten. Im brandenburgischen Kulturlandjahr des Handwerks will der Heimatverein in jedem Monat einen Beruf genauer vorstellen.

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Das Heimathaus in Teltow erhält derzeit ein neues Dach. Zimmerleute aus Bergholz-Rehbrücke reparieren den Dachstuhl. Voraussichtlich noch zwei Monate werden die Handwerker beschäftigt sein.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Das älteste Haus in Teltow bekommt derzeit eins aufs Dach: Zimmerleute der Firma Schmiechen &. Grüber, die sich auf die Denkmalpflege spezialisiert hat, haben seit dem Herbst des vorigen Jahres das Dach des Gebäudes im Hohen Steinweg 13 aufgenommen und reparieren den darunter liegenden Dachstuhl. Voraussichtlich noch zwei Monate werden die Bauleute mit der Sanierung des Dachbereiches beschäftigt sein, heißt es aus dem Teltower Rathaus. Die Stadtverwaltung hat das Ensemble, das zum einen Teil nach dem großen Stadtbrand 1720 wieder aufgebaut, zum anderen Teil um 1800 erweitert wurde, dem Teltower Heimatverein überlassen. Er hat dort 1994 ein Heimatmuseum eröffnet. Bis zum 1. Mai, dem offiziellen Start in das 22. Jahr des Museums, will der Heimatverein die Räume wieder beziehungsweise neu einrichten. Ein Teil der Exponate musste wegen der Bauarbeiten abgedeckt, ein anderer Teil in eine städtische Garage ausgelagert werden.

An diesem Mittwoch soll es auf der Baustelle eine Bauberatung mit einem Ingenieurbüro aus Frankfurt an der Oder geben, das die vorbereitenden Untersuchungen zum Denkmal durchgeführt hat. Im älteren Teil des Gebäudes soll das historische Spliss-Dach wiederhergestellt werden. Die alten Holzspäne waren mit den Jahren feucht und marode geworden. Nach der Sanierung will der Heimatverein mit speziellen Lichteffekten seinen Besuchern die Besonderheit der Dachkonstruktion zeigen. Auf dem späteren Anbau sollen sogenannte Biberschwänze doppelt verlegt werden.

Etwa 107 000 Euro haben die Stadtverordneten für die Sanierung bewilligt. Hinzu kommen knapp 50 000 Euro aus Mitteln der Altstadtförderung. Nach der Sanierung soll das Museum um zwei Remisen für 35 000 Euro erweitert werden, kündigt die Teltower Stadtverwaltung an. „Passender hätten wir das Kulturlandjahr 2016 – Das Handwerk gestern und heute nicht beginnen können“, kommentiert Heimatvereinsvorsitzender Peter Jaeckel das für ihn besondere Projekt. Der Heimatverein will in diesem Jahr in jedem Monat ein Teltower Handwerk mit einem typischen Gegenstand vorstellen. Den Auftakt soll das Schuhmacherhandwerk mit der Schusterkugel als Gegenstand des Monats bilden. Sie wird auch als „Scheinwerfer des Mittelalters“ bezeichnet.

Von Heinz Helwig

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