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Thorsten Legat will "Kerle mit Eier inne Buxe"

Vorm Dschungelcamp keine Angst Thorsten Legat will "Kerle mit Eier inne Buxe"

Finanzielle Not oder fehlende Aufmerksamkeit - nur zwei der Gründe, warum prominente deutsche Sportler von einst trotz Ekel-Prüfungen ins Dschungelcamp ziehen. Für "Kult-Trainer" Legat hingegen geht ein Traum in Erfüllung: Er ist seit neun Jahren ein großer Fan der Sendung.

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Thorsten Legat

Quelle: dpa

Die größte Hürde nahm Thorsten Legat schon vor den Ekelprüfungen im Dschungel. Schadlos überstand der ehemalige Fußball-Profi, dessen Einlassungen als neuer Trainer des Amateurclubs FC Remscheid jüngst Kultstatus erreicht hatten, den rund 20-stündigen Flug nach Australien. "Ich bin auf Flügen zweimal in schlechtes Wetter gekommen. Wenn ich schon einen Flieger sehe, grummelt es bei mir", sagte Legat zu seiner Flugangst.

Der Europacupsieger, deutsche Meister und DFB-Pokalsieger ist ein weiterer prominenter deutscher Ex-Sportler, der sich den physischen und psychischen Torturen in der RTL-Realityshow "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" stellt. So wie sein ehemaliger Mannschaftskollege Eike Immel 2008, der das Geld - die Gagen sollen zwischen 30 000 und in Ausnahmefällen 100 000 Euro liegen - für Hüftoperationen benötigte.

Doch mangelnde Aufmerksamkeit oder finanzielle Not waren nicht die Motivation für Legat. "Ich mache das nicht wegen des Geldes. Ich habe schließlich 15 Jahre als Profi Fußball gespielt", sagte er im Interview. Der 47-Jährige sieht sich vielmehr wie geschaffen für das Paradies, in dem die Teilnehmer ihr Innerstes nach außen kehren, Kakerlaken ertragen oder Känguru-Hoden essen müssen.

"Für mich ist das eine Herausforderung, die ich schon immer haben wollte. Ich bin seit neun Jahren großer Fan des Dschungelcamps und habe mich immer gefragt: Warum sitze ich vor dem Fernseher und nicht im Dschungel?» Er wolle sehen, "wo seine Grenzen" sind, für ihn sei das "Überlebenstraining".

Ob wahr oder nicht - Thorsten Legat meint es offenbar ernst. Schon als Aktiver ging er bei seinen Stationen Bochum, Bremen, Frankfurt, Stuttgart und Schalke an Grenzen - und auch darüber hinaus. 1999 sorgte ein Vorfall beim VfB mit offenbar rassistischem Hintergrund für Aufsehen - Legat entschuldigte sich seinerzeit beim betroffenen Kollegen Pablo Thiam. 2007 war er wegen eines Angriffs mit einem Samuraischwert auf eine Gruppe pöbelnder Jugendlicher angezeigt worden. Vieles begründete er in seiner 2014 erschienenen Autobiografie "Wenn das Leben Foul spielt", in der er auch über seinen gewalttätigen Vater schrieb.

Seit 15 Jahren arbeitet Legat als Trainer im Amateurbereich, sein erster Auftritt als neuer Coach beim Landesligisten FC Remscheid im Herbst 2015 wurde inhaltlich und sprachlich zum Viral-Hit. «Ich habe ne harte Linie, man kann mich als Freund gewinnen oder als Feind verlieren», sagte er über sich und forderte für die anstehenden Aufgaben «Kerle mit Eier inne Buxe».

Da war bereits klar, dass Legat für das Dschungelcamp als Kandidat vorgesehen ist. Mit dem Verein hatte er alles abgesprochen, wie er sagt. Seitdem hat er für den Kampf um den Titel des Dschungelkönigs unter tropischen Bedingungen von 100 auf 86 Kilogramm abgekocht, um "dem Hungergefühl zu entkommen".

Und für mögliche Wort-Duelle mit seinen Konkurrentinnen und Konkurrenten wie Schauspielerin Jenny Elvers oder Musikbarde Gunter Gabriel sieht er sich ohnehin gerüstet. "Wenn mich dort jemand verbal angeht, ist es doch klar, dass ich mir das nicht gefallen lasse. Ich habe keine Angst, ich bin auf der Straße großgeworden."

Von Ulf Zimmermann

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