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Brandenburgs bester Honig kommt aus Zossen

Imker im Landeswettbewerb Brandenburgs bester Honig kommt aus Zossen

Der Imkerverein Zossen-Wünsdorf ist ein Sieger! Beim Brandenburger Landeswettbewerb der Imker konnte er sich gegen viele andere Vereine behaupten – und hat eine Goldmedaille sowie zehn Silbermedaillen abgeräumt. Honigexperte Wolfgang Stangohr hat uns erklärt, auf welche Kriterien es bei gutem Honig ankommt und wie man sie erreicht.

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Wolfgang Stangohr ist mit seinem Imkerverein Brandenburger Landessieger geworden.

Quelle: Krischan Orth

Dabendorf. Wolfgang Stangohr betrachtet die Magazinzargen. Das sind übereinander gesteckte Kästen. Darin sind seine 14 Bienenvölker. Stangohr ist Honigobmann von Zossen und Mitglied im Imkerverein Zossen-Wünsdorf. Seit zehn Jahren sorgt er für die Qualität des Honigs und achtet darauf, dass die Imker im Kreis regelmäßig Schulungen besuchen oder an Wettbewerben teilnehmen.

Vergangene Woche ging der Imkerverein als diesjähriger Sieger beim Brandenburger Landeswettbewerb hervor. Dabei gingen für den besten Honig zehn Silber- und eine Goldmedaille an den Imkerverein. Die Kategorien im Wettbewerb beziehen sich auf die Qualität des Honigs. Stangohr weiß, worauf es bei gutem Honig ankommt.

„Er sollte wenig Wasser und keine Wachsstücke enthalten“, sagt der Imker. Zu verschiedenen Jahreszeiten gibt es unterschiedlichen Honig. „Auch der Zuckergehalt ist anders“, weiß der Experte. Der hänge von der Pflanze ab.

Im Frühjahr, Ende April, schwärmen die ersten Bienen wieder aus. Dann kann der Rapshonig geerntet werden. Rubinienhonig erntet der Imker in den wärmeren Monaten, die Sommer- und die Lindenblüte folgen danach. Bis Ende Juli kann geerntet werden. Im frühen Herbst sei manchmal zudem noch ein Buchweizenhonig erntbar.

Aber nicht nur Honig kann der Imker seinen fleißigen Bienen abgewinnen. Er holt ein kleines Fläschchen hervor. Die dunkelbraune Essenz riecht stark nach Alkohol. „Das ist Propolis, ein sogenannter Kitharz“, erklärt Stangohr. „Täglich ein Löffel stärkt die Abwehrkräfte.“ Die Bienen dichten damit ihren Stock ab und benutzen die Substanz aus Rinden und Knospen zur Abwehr von Krankheitserregern.

Es schmeckt, neben dem Alkohol, zunächst nach Wachs und dann nach getrockneter Blumenwiese. Wer es süßer mag, für den ist der Honig da. Nach dem Ernten werden zunächst die Wachsdeckel der Waben geöffnet. Dann wird mit einer Schleuder der Honig gewonnen und durch drei immer feiner werdende Filter gesiebt. Schon ist er essbar. Das hört sich einfach an, braucht aber Erfahrung.

„Die Grundkenntnisse kann man sich in einem Jahr aneignen“, sagt Stangohr. Dabei sei jedes Bienenjahr anders. Ungefähr 30 Kilo kann der Imker jährlich pro Stock gewinnen. Rund ein Fünftel des jährlichen Honigverbrauchs in Deutschland stammt von heimischen Imkern. Zu dieser Jahreszeit wird aber nicht mehr geerntet.

„Die Biene fliegt zwar noch aus, aber sie sammelt jetzt für sich“, erläutert der Imker. Jetzt überwintern pro Bienenstock 5000 bis 7000 Bienen. Im Sommer fliegen bis zu 50 000 pro Volk aus. Was Stangohr Sorgen bereitet, ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Hier sei der Nachweis schwer, weil die Bienen alle draußen sterben. „Für einen Beweis bräuchten wir eine Handvoll Bienen“, erklärt er.

Mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP fürchtet er den Einsatz von genetisch veränderten Pflanzen. Und aus Erfahrungen vom Einsatz dieser Pflanzen in Indien und Südamerika wisse man, dass man mehr Pestizide für die genetisch veränderten Pflanzen einsetzen müsse. „Der Honig wäre dann für uns nicht mehr brauchbar,“ sagt Stangohr.

Von Krischan Orth

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