Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Das Gold fließt in Strömen

Erntezeit bei den Imkern Das Gold fließt in Strömen

Zwar sei das Schleudern eine ganz schöne Sauerei, aber der Aufwand lohnt sich allemal: die Zehdenicker Jungimker haben jetzt mehr als 30 Kilogramm Sommerhonig geerntet. „Ein toller Moment“, wie es übereinstimmend heißt.

Voriger Artikel
Umdenken beim Essen
Nächster Artikel
Spargel „Made in Beelitz“ immer bekannter

Da kommt Freude auf: Vereinsvorsitzender Andre Witzlau beim Abfüllen des Honigs in Gläser.

Quelle: Susanne Wernicke

Mildenberg. Süße Belohnung: nach einem Jahr auf der Imkerwiese haben die Zehdenicker Jungimker ihre erste Ernte eingefahren. Mehr als 30 Kilo Sommerhonig sind aus der Schleuder geflossen, direkt auf den Naschfinger. „Wir haben auch probiert“, sagt Susanne Wernicke und fügt hinzu: „das Schleudern ist eine ganz schöne Sauerei“.

Um an die goldene Masse zu kommen, müssen die Honigwaben erstmal entdeckelt werden. Die Bienen haben sie gut verschlossen. Dann werden die Waben in der Schleuder rechtsrum und linksrum gedreht. „Und irgendwann bestaunt man, wie das Gold aus der Trommel fließt“, sagt Wernicke.

Das sei ein toller Moment gewesen, aber Höhepunkte hatte dieses Bienenjahr für sie persönlich einige. „Es war beeindruckend, die erste Brut zu sehen und die Bienen beim Schlüpfen zu beobachten und bei all dem Gewusel auf den Waben die Königin zu finden“.

Zum zweiten Mal bot der Zehdenicker Imkerverein in diesem Jahr Neugierigen ein Bienenjahr zum Mitmachen. Fünf Völker wurden den Novizen dafür auf die Imkerwiese in Mildenberg gestellt. Mitglieder des Vereins begleiteten die Schüler über Monate bei der Pflege der Bienen-Beuten. Der Verein will mit seinem Ausbildungsangebot Menschen für die Imkerei gewinnen. Das ist auch bei diesem Jahrgang gelungen. Alle fünf Teilnehmer haben durchgehalten und sich entschieden, mit ihren Probebienen und neuen Völkern weiterzumachen. „Ich will das schon seit meiner Kindheit“, sagt Michael Seidel aus Ringsleben. „Wenn ich mal groß bin, dachte ich damals, mache ich das.“

Für die Ausbildung beim Imkerverein ist er dankbar. „Man lernt viel und entwickelt wirklich eine emotionale Bindung zu seinem Volk. Man will einfach, dass es den Bienen gut geht. Das ist wie bei Haustieren“, sagt Seidel.

Reiner Merker ist mit den Schützlingen und mit dem Verlauf des Bienenjahres zufrieden. „Wir haben alles durchlebt, auch Dinge, die schief gehen können“, sagt der Lehrer. In einem Volk war zuletzt die Königin verschwunden, vermutlich von den Bienen selbst aussortiert. „Die haben entschieden, mit ihr wollen sie nicht.“ Ohne neue Königin ist das Volk jedoch verloren. Die eigene Nachzucht werde bis zum Winter nicht gelingen, erklärt Merker. „Ich habe schon noch eine Idee, das Volk zu retten. Mal sehen, ob das klappt“. Die anderen Völker wurden am Wochenende winterfest gemacht, das heißt, die Beuten wurden mit Ameisensäure behandelt. Ein Schutz gegen die Varroamilbe, die ganze Bienenstämme dahinrafft.

„Es war ein sehr lehrreiches und spannendes Jahr“, resümiert Susanne Wernicke und schwärmt für die Leistung der Bienen. „Wenn man bedenkt, dass eine Biene einmal um die ganze Welt fliegen muss für ein Kilogramm Honig.“ Bei mehr als 30 Kilo Ernte macht das von Mildenberg aus einige Weltumrundungen.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Essen & Trinken
Lebensmittel bequem online einkaufen!!
Spargelrezepte

Klassische und raffinierte Rezepte mit dem beliebeten Gemüse finden Sie hier.

 
 
 
 
 
 

Kartoffelrezepte

Ob Suppe oder Salat, Auflauf oder Püree - leckere Kartoffel-Rezepte