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Goldene Knollen aus dem Fläming

Brücker Kartoffeln sind äußerst beliebt Goldene Knollen aus dem Fläming

Brücker Kartoffeln sind bei Großstädtern beliebt. Die Agrargenossenschaft verkauft die Knollen direkt vom Hof. Auf 40 Hektar werden auf einem Hof im Fläming neben der Sorte Adretta auch die vorwiegend festkochenden Sorten wie die rotschalige Laura, die Gala und die Wega angebaut. Die hiesige Argragenossenschaft ist einer der letzten großen Anbauer der Region.

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Kartoffeln am laufenden Band: Dietmar Müller ist als Sortierer für die Verarbeitung zuständig.

Quelle: A. Koska

Brück. Als Liane Schellhase ihren 80. Geburtstag feierte, haben leckere, mehlig kochende Adretta-Knollen aus Brück das Festmenü bereichert. „Wir holen diese seit Jahren direkt vom Hof in Brück“, berichtet der Potsdamer Horst Schellhase. Durch Mundpropaganda hatte er von dieser Möglichkeit erfahren. Die Güte der Ware überzeugte die Großstädter. Der ältere Herr nimmt gemeinsam mit seiner Frau gern die Autofahrt in den Fläming auf sich, um Kartoffeln zu holen. Dann packt er meist gleich vier der großen, 12,5 Kilogramm schweren Säcke in den Kofferraum.

Die Schellhases sind kein Einzelfall. „Wir haben auch viele Kunden aus Berlin, die wirklich nur zu uns kommen, um einen Zentner Kartoffeln zu holen“, berichtet Erhard Tietz. Er ist seit Gründung der Agrargenossenschaft Brück vor 23 Jahren deren Chef. Der Anbau der „Erdäpfel“ ist ein wichtiges Standbein des Betriebs. Auf 40 Hektar werden neben der Sorte Adretta auch die vorwiegend festkochenden Sorten wie die rotschalige Laura, die Gala und die Wega angebaut.

Zwar ist die größte Fläche mit 700 Hektar dem Getreide und 100 Hektar dem Raps vorbehalten. Aber allein die Kartoffel sichert ganzjährig vier der insgesamt elf Arbeitsplätze. „Wir haben eine Veredelungsstrecke eingebaut“, erklärt Tietz. Ein Drittel der Ente wird dort verarbeitet, geschält und verpackt.

Rezept: Kartoffel-Eis

Aus Kartoffeln lässt sich auch leckeres Eis herstellen. Dazu passen gut Bratäpfel oder Orangenspalten.

Zutaten: Man braucht 300 Gramm Kartoffeln (mehlig kochend), sechs Esslöffel Zucker, 100 Milliliter Orangensaft und vier Esslöffel Zitronensaft, beide frisch gepresst, sowie ein Päckchen Vanillinzucker, 200 Gramm Schlagsahne und zwei Prisen Salz

Schritt 1: Rohe Kartoffeln waschen, schälen, sehr fein in eine Schüssel reiben und abdecken.

Schritt 2: In einem Topf drei Esslöffel Zucker karamellisieren. Bei goldbrauner Farbe mit dem Orangensaft ablöschen. Weiter kochen und rühren bis sich das Karamell komplett im Orangensaft löst. Die geriebenen Kartoffeln in den Topf geben und bei hoher Hitze mitkochen. Dabei stetig umrühren und nach fünf Minuten von Herd nehmen.

Schritt 3: Zwei Prisen Salz zugeben. Saft einer Zitrone auspressen und vier Esslöffel davon dazugeben. Ein Päckchen Vanillinzucker und drei Esslöffel Zucker zugeben und unterrühren. Abschmecken und Masse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Schritt 4: Die Sahne steif schlagen und unter die Masse heben. Fertige Mischung in eine Eismaschine geben und bis zur gewünschten Konsistenz rühren lassen. Wer keine Eismaschine hat, die Mischung in eine Schüssel mit Deckel geben und in den Tiefkühler stellen. Jede Stunde einmal durchrühren, so oft, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

„Diese geht dann an Krankenhäuser, Schulküchen und Gaststätten in der Umgebung“, erzählt der 50-jährige Betriebsleiter. So gehört unter anderem das Hote „Stadtmitte“ in Brück zu den Stammkunden. Zwei Drittel der Ernte werden direkt ab Hof verkauft. Damit seien die Kapazitäten ausgeschöpft, erklärt Erhard Tietz . Eine Vergrößerung der Anbaufläche sei daher nicht geplant.

Hauptsächlich werden am Hof die Viertelzentnersäcke aus der Halle in die Kofferräume der Kunden verladen. Auf Wunsch bekommen die Direktabnehmer in Brück aber auch fünf Kilogramm fassende Netze ausgehändigt.

Die Brücker Agrargenossenschaft ist einer der letzten großen Kartoffelanbauer in der Region. Vor der Wende wurden gar 400 Hektar bepflanzt. Damals wurde allerdings die Hälfte der Ernte an Tiere verfüttert. Die Saison hat Anfang Juli mit den Frühkartoffeln begonnen und endet gewöhnlich Mitte Oktober. Immerhin konnten im Vorjahr 320 Dezitonnen pro Hektar eingebracht werden, berichtet der Chef. Er blickt aber auch mit einer Sorge in die Zukunft.

„Wir haben immer ausgebildet, seit zwei Jahren bekommen wir jedoch keine Lehrlinge mehr“, sagt er. Zwar sind immer wieder Neuntklässler der Oberschule Brück als Praktikanten im Betrieb, aber keiner will eine Ausbildung zum Landwirt oder zur Fachkraft Agrarservice auf sich nehmen. Diese benötigt Erhard Tietz aber, um die Zukunft seiner Agrargenossenschaft zu sichern.

Von Andreas Koska

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