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Größtes Steakhaus Potsdams und Krongut-Bäckerei am Ende

Größtes Steakhaus Potsdams und Krongut-Bäckerei am Ende

Keine Rauchzeichen mehr vom Buchenholzgrill im "Wartesaal" und kein knuspriges Brot aus der Königlichen Hofbäckerei im Krongut: das Lokal am Potsdamer Hauptbahnhof und das Ladencafé unweit der Bornstedter Kirche sind verwaist und offenbar am Ende.

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Innenstadt/bornstedt. Knapp ein Jahr nach der Eröffnung ist die Grill-Bar "Wartesaal" dicht. "Heute wegen technischer Störung geschlossen" ist auf einem Zettel, der an die Eingangstür geklebt ist, zu lesen. Nach MAZ-Informationen hält die Störung schon eine Weile an. Sabine Heller-Engel, die als Marketingchefin die Eröffnung der Lokalität im Dezember 2012 begleitet hatte, sagt nur: "Es stimmt, wir haben zu. Weshalb, das müssen Sie aber Herrn Raab fragen." Doch Geschäftsführer Mark Raab ist gestern telefonisch nicht erreichbar. "Der angerufene Teilnehmer antwortet nicht", teilt eine Computerstimme mit. Vor einem Jahr war der Gastro-Unternehmer aus Berlin gesprächiger. Spontan hatte er sich entschlossen, den leerstehenden 800 Quadratmeter großen L-förmigen Saal zum größten Steakhaus der Stadt auszubauen. Nach dem glücklosen "Burger & Busen"-Konzept der Gastronomiekette "Hooters" und dem kurzen Gastspiel des "Aschinger"-Restaurants wollte Raab Leben in die alte Eisenbahn-Spritzhalle bringen: mit Erlebnisgastronomie. Alles klang so vielversprechend, auch Musik und Kleinkunst sollte es geben. Doch scheint dem Geschäftsmann von der Unternehmensgruppe "12Apostel", die unter dieser Marke etwa in Berlin zwei Restaurants betreibt, nach nur elf Monaten die Puste ausgegangen zu sein. Auf der Internetseite wird zwar ein zünftiges Weihnachtsmenü mit Bauernente, Schweinehaxe und Kaiserschmarrn offeriert. Aber reservieren kann man nicht mehr: Das Telefon der Grill-Bar ist abgestellt - kein Anschluss unter dieser Nummer.

So geht es auch potenziellen Anrufern in der Hofbäckerei im Krongut. Inhaberin Sabine Hilbig hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte gestern eine Sprecherin der Sozietät Kübler in Berlin: "Wir betreuen das Verfahren". Mehr konnte sie nicht sagen, weil "der zuständige Kollege heute Termine hat". Seit dem 24. September ist das Ladencafé bereits geschlossen, sagen Mitarbeiter einer Reinigungsfirma, die das Krongut wienern. Betreiber Josef Laggner ist sauer, dass es keine andere Lösung gibt: "Das fällt natürlich auf uns zurück", sagt er. Dabei habe die Familie Hilbig Probleme.

Eines davon sind Mietschulden sagt Laggners Rechtsanwalt Cord Bökemeier. "Für die Hofbäckerei gibt es zwar eine Betriebspflicht, doch der Insolvenzverwalter sagt, der Betrieb trägt sich nicht und deshalb soll alles Inventar verkauft werden", erklärt der Jurist. Die Gegenseite wolle mehrere tausend Euro erlösen: "Das sind völlig überzogene Forderungen". Laggner indes sei daran interessiert, die Hofbäckerei wieder zu öffnen.

Bis dahin fallen Tortenbestellungen aus und Kaffee und Kuchen gibt`s im benachbarten Brauhaus.

Von Carola Hein

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