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In Brandenburg beginnt die Geflügelsaison

Enten und Gänse aus Deutschland gefragt In Brandenburg beginnt die Geflügelsaison

Die Zeit der Gänse- und Entenbraten rückt näher. Die Nachfrage ist so groß, dass sie aus einheimischer Produktion kaum zu decken ist. Doch es melden sich auch Kritiker zu Wort, die sich um die Tiere sorgen.

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Noch watscheln die Gänse auf einem Biohof in Kolkwitz bei Cottbus über die Wiese. Zum Martinstag landen sie dann im Kochtopf.

Quelle: dpa (Archivbild)

Potsdam. Zum St. Martinstag am 11. November beginnt traditionell die Hochzeit in Brandenburger Geflügelbetrieben. „Vor allem Enten und Gänse sind gefragt“, sagte die Geschäftsführerin des Geflügelwirtschaftsverbandes Brandenburg, Anika Folgart. Aus einheimischer Produktion sei die Nachfrage kaum zu decken. Die Preise liegen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr: Deutsche Gänse kosten frisch zwischen 14 und 16 Euro, gefroren um die 10 Euro je Kilogramm. Für gefrorene polnische und ungarische Gänse müssen etwa 3,40 Euro je Kilogramm gezahlt werden.

Die Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Krebsrisiko bei Fleisch von Säugetieren wird nach Ansicht des Sprechers des Agrarministeriums, Jens-Uwe Schade, die Nachfrage nicht zusätzlich ankurbeln. „Der Trend ist aber da“, sagte er.

Deutsche essen mehr Gänsefleisch

Bundesweit sind im Vorjahr rund 4900 Tonnen Gänsefleisch erzeugt worden, 3,9 Prozent mehr als 2013. Zahlen für Brandenburg liegen nicht vor. Nur etwa 18 Prozent des Bedarfs liefern deutsche Betriebe, der Rest sind Importe aus Polen und Ungarn. Bundesweit gibt es etwa 4600 (2013) Mastbetriebe, in Brandenburg sind es rund 125.

Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Gänsefleisch ist nach Angaben von Folgart um 100 auf 400 Gramm gestiegen. Der Entenmarkt hat sich nach einem Einbruch im Vorjahr wieder entspannt. Verzehrt wurden 800 Gramm, 100 Gramm weniger als 2013. In jenem Jahr gab es laut Folgart wegen starker Preiseinbrüche aber eine immense Nachfrage. „Die Gänseproduktion ist immer noch ein saisonales Geschäft“, sagte Folgart. 93 Prozent Fleisches werde im letzten Quartal des Jahres gekauft.

Turbomast schadet den Tieren

„In vielen Ställen ist für die Tiere nur Platz zum Fressen und Trinken“, kritisierte der Mitinitiator der Volksinitiative Gegen Massentierhaltung, Jochen Fritz. Mehr als 30 000 Menschen haben dafür bereits unterschrieben. 80 000 Unterschriften sind für das von der Initiative angestrebte Volksbegehren gegen Massentierhaltung erforderlich.

Geflügel wird laut Fritz bei Stallhaltung meist zu schnell gemästet. „Das verursacht oftmals ernsthafte Gesundheitsschäden“, sagte er. Verbraucher interessierten sich aber zunehmend für artgerecht herangezogenes Geflügel und seien bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Bezeichnungen wie „Freilandhaltung“, „Bio“ und „Aus Deutschland“ seien in dem Zusammenhang geschützte Bezeichnungen, sagte er.

Demonstranten des Aktionsbündnisses gegen Massentierhaltung protestierten im Juni in Potsdam

Demonstranten des Aktionsbündnisses gegen Massentierhaltung protestierten im Juni in Potsdam. Mit einem Volksbegehren wollen sie weitere Großmastanlagen für Geflügel und Schweine verhindern und eine artgerechte Tierhaltung erreichen.

Quelle: dpa

„Höhere Kosten kommen vor allem durch höhere Aufwendungen für Futter und Haltung zustande“, sagte Fritz. Aufzucht und Mast von Gänsen in der Turbomast dauert nach seinen Angaben etwa 20 Wochen. Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft gibt sechs Monate für die Zeit vom Schlüpfen über Aufzucht und Mast bis zur Schlachtung an.

Von dpa

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