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„Kaffee Kännchen“ macht zum Jahresende dicht

Schließung noch 2015 „Kaffee Kännchen“ macht zum Jahresende dicht

Für nicht wenige Brandenburger kommt es völlig unerwartet: Das beliebte „Kaffee Kännchen“ in der Hauptstraße schließt seine Pforten zum Jahresende. Der letzte Geschäftstag war bereits am vergangenen Sonntag. Betreiber Manuel Ruschitzka versichert, dass es nicht an mangelnder Kundschaft lag – der Grund ist ein anderer, der für viele wohl nachvollziehbar ist.

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Ab kommenden Frühling wird es einen neuen Betreiber für das Café geben.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg/H. Es war eine Institution in der Innenstadt, nun schließt es zum Jahresende offiziell: Das Kaffee Kännchen in der Hauptstraße 20, günstig gelegen inmitten von Boutiquen und Geschäften. Im Sommer genossen dort viele ihren Espresso oder Eiscafé unter freiem Himmel; für einige war es auch eine willkommene Abwechslung, um sich vom Shoppingtrubel auszuruhen und neue Kräfte zu schöpfen.

„An der mangelnden Kundschaft hat es nicht gelegen“, versicherte der Betreiber Manuel Ruschitzka. „Ich möchte mich einfach verkleinern und mehr Zeit für meine Familie haben. Wie das Leben manchmal so spielt.“ Als es Interessenten für das Objekt gab, war für ihn der Zeitpunkt gekommen, etwas zu verändern. Achteinhalb Jahre steckte er Zeit und Mühe in das Café und beschäftigte sieben Voll- und Teilzeitkräfte. Drei von ihnen können weiterhin für ihn arbeiten, denn Ruschitzka betreibt zudem das Café in der Sankt-Annen-Galerie sowie das Tanzcafé Angels und die Eisbar Rokoko in Rathenow. „Vier Objekte zu verwalten gestaltete sich in der Vergangenheit manchmal schwierig“, erzählt der Rathenower.

Mehr Zeit für die Familie

Im Moment laufen die Verhandlungen mit dem Vermieter und verschiedenen Nachfolgeinteressenten, die das zweigeschossige Objekt gerne übernehmen möchten und schon Umstrukturierungsideen haben. „Es soll auf jeden Fall ein Café bleiben“, verrät Ruschitzka. „Ich möchte, dass es weiterhin gut genutzt wird.“ Im Februar oder März sollen die Umbauarbeiten beginnen. Ob er traurig ist, das Café aufzugeben? „Natürlich bin ich das, aber ich möchte einfach mehr Zeit zum Leben haben.“ Vor allem seine vierjährige Tochter wird davon profitieren.

Unter den Anwohnern in der Innenstadt war das Kaffee Kännchen sehr beliebt. Viele Brandenburger, wie beispielsweise Andrea Riechert aus der Neustadt, bedauern die Schließung. Sie ging mindestens zwei Mal im Monat in das Café und traf sich mit dort Freunden. Vor allem für die gegenüberliegenden Geschäfte des Cafés bedeutet es im Winter mehr Dunkelheit, denn wenn sie aus dem Schaufenster sehen, sind keine hell erleuchteten Fenster mehr zu erblicken. „Im Sommer haben wir uns dort oft zwischendurch ein Eis geholt“, erzählt Simone Schulze, die bei Ernsting’s Family arbeitet.

„Das Kaffee Kännchen war in der warmen Jahreszeit immer sehr beliebt.“ Sie findet es angebracht, dass sich schnell ein neuer Betreiber findet. Dieser Meinung ist auch Annerose Busse, die im Textilgeschäft „Underground“ arbeitet: „Ein Leerstand tut unserer Stadt nicht gut. Es war dort schon immer ein Café drin und das sollte auch so bleiben. Im Moment ist diese Ecke sehr einsam.“

Von Melanie Höhn

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