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Köstlichkeit mit langer Tradition

Köstlichkeit mit langer Tradition

Die Martinsgans gehört zu den zahlreichen Bräuchen, die den Martinstag prägen

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Quelle: Alexandra H./pixelio.de

Genießer freuen sich schon auf diese Köstlichkeit: Am 11. November, dem Martinstag, kommt in vielen Familien und Restaurants traditionell ein besonderer Schmaus auf den Tisch: Die Martinsgans. Namenspate ist Bischof Martin von Tours, der im vierten Jahrhundert nach Christus lebte. Es ist jener Mann, der als römischer Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte und bis heute als Inbegriff der Nächstenliebe gilt. Martin von Tours war schon zu Lebzeiten eine Legende und wurde bald nach seinem Tod heilig gesprochen. Christen feiern ihn am 11. November, seinem Namenstag, als Schutzpatron der Armen. Nach der Reformation blieb auch in protestantischen Gebieten der Martinstag erhalten. Die Verehrung wurde auf Martin Luther übertragen, der am 10. November 1483 geboren wurde.
Der Martinstag ist von vielen Bräuchen geprägt wie dem Martinsumzug und dem Martinssingen, die auch in unserer Region gepflegt werden. Und natürlich gehört zum Martinstag die Martinsgans. Diese Tradition wird gern mit der Legende von den Gänsen begründet, deren Geschnatter das Versteck des Mönches Martin verriet, der nicht Bischof werden wollte. Historiker sehen es nüchterner und den Brauch im Kreislauf des Bauern- und Kirchenjahres begründet. Der 11. November war seit dem frühen Mittelalter Zinstag und Beginn einer 40-tägigen Fastenzeit vor Weihnachten, an deren Vorabend zum letzten Mal geschlemmt wurde, oft eine der schlachtreifen Gänse. Am Martinstag waren Zins- und Pachtzahlungen fällig, ebenso der Lohn für Knechte und Mägde. Die Gans war ein beliebtes Zahlungsmittel. Weltliche und geistliche Grundherren, aber auch Lehrer und Pfarrer erhielten ihre Martinsgans. In dem Roman „Die Heiden von Kummerow“ von Ehm Welk, der das pommersche Landleben beschreibt, ärgert sich der bärbeißige Dorfpastor Breithaupt über die Ablieferung eines zu mageren Exemplars.
Überliefert sind alte Bauernsprüche wie „St. Martin ist ein harter Mann, für den, der nicht bezahlen kann“, aber auch „Sankt Martin ist ein guter Mann, er bringt die Bratgans uns heran“.

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