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Mostereien sind bereit für die Apfelernte

Äpfel gegen Saft Mostereien sind bereit für die Apfelernte

Die Apfelernte naht, die Aussichten sind für diese Saison gut. Brandenburgs Mostereien sind vorbereitet. Mancher fährt mit ein paar Eimern vor, andere kommen gleich mit einem Anhänger vorbei. Das Prinzip ist einfach: Äpfel gegen Saft in knapp drei Tagen. Doch die Termine der brandenburgischen Mostereien sind schnell ausgebucht.

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Die Mostereien haben bald viel zu tun, denn die Apfelernte naht.

Quelle: Peter Geisler

Potsdam. Brandenburgs Mostereien warten auf Arbeit: Mit dem Start der Apfelernte in wenigen Wochen ist es bei ihnen mit der Ruhe vorbei. Etwa ein gutes Dutzend Betriebe stehen bereit, wie der Naturschutzbund Brandenburg mitteilte. Wahrscheinlich gibt es aber noch mehr Mostereien im Land - für einige ist es nur ein Saisongeschäft. Landwirte und Obstbaumbesitzer sollten im Vorfeld Termine vereinbaren. Schnell sind die Betriebe ausgebucht. Etwa 500 Kilogramm Obst ergeben etwa 30 Flaschen Saft.

Die Aussichten bei der Apfelernte sind für diese Saison gut, aber nicht rekordverdächtig. „Wir nehmen alles, was angeboten wird“, sagte Daisy Gräfin von Arnim, Chefin der Mosterei „Apfelgräfin“ aus dem Boitzenburger Land (Uckermark).

Apfelernte wird geringer ausfallen

Landesweit wird eine Erntemenge von etwa 22 500 Tonnen erwartet; 2014 wurde ein Spitzenwert 28 900 Tonnen erreicht. Äpfel stehen beim Baumobst mit 90 Prozent an der Spitze. Dann folgen Pflaumen, Süßkirschen, Sauerkirschen, Birnen und Mirabellen. Dazu wurden im Vorjahr etwa 1544 Tonnen Strauchobst wie Johannisbeeren, Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Brombeeren geerntet.

Die Apfelernte soll gut, aber nicht rekordverdächtig ausfallen

Die Apfelernte soll gut, aber nicht rekordverdächtig ausfallen.

Quelle: Peter Geisler

Größter Saftproduzent im Land ist die Bauer Fruchtsaft GmbH in Bad Liebenwerda (Elbe-Elster): 1000 Tonnen Obst werden pro Jahr zu zwölf Millionen Flaschen Saft verarbeitet. Die Mosterei verarbeitet nicht nur Äpfel von Anbaubetrieben. „Obst wird aber auch von vielen Privatleuten angenommen“, sagt Marketing-Chefin Heike Monien. „Manche haben nur zwei oder drei Obstbäume im Garten, andere eine Streuobstwiese.“ Eine Rentnerin etwa bringe immer ihre Äpfel mit dem Fahrrad vorbei. Das Unternehmen öffnet in der Saison in der Region 15 Annahmestellen und kauft Obst an.

Apfel gegen Saft in drei Tagen

Gerd Spiller, Chef der Neuruppiner Mosterei, nutzt die Ruhe vor der Ernte, um seine Maschinen auf Vordermann zu bringen. Bald kämen wieder Privatleute mit den geernteten Äpfeln: manche mit ein paar Eimern, andere mit einem vollen Autoanhänger. Nach zwei bis drei Tagen können sie den Saft gegen einen Obolus abgefüllt in Flaschen abholen.

Besonders experimentierfreudig ist der Linumer Landhof in Nordbrandenburg: „Wir mischen Äpfel mit Birnen, Sellerie oder Rote Bete“, sagt Mitarbeiterin Regine Scholz-Berg. Steckenpferd des Betriebes seien aber sortenreine Apfelsäfte. Verarbeitet werden beispielsweise die Sorten Cox Orange, Boskop oder Elstar von eigenen Bäumen.

Patricia Christmann, Chefin der Mosterei Brüssow (Uckermark), berichtet schon von guten Terminabsprachen. Kunden können ihr bei der Arbeit über die Schulter schauen. „Für viele Stammkunden ist das ein Erlebnis, sie helfen sogar mit“, sagt sie. Gemeinsam werden die Früchte gewaschen und sortiert.

Von Gudrun Janicke

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