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Stadtwerke Beelitz übernehmen Deutsches Haus

Stadtverordnete segnen 2 Projekte ab Stadtwerke Beelitz übernehmen Deutsches Haus

Die Beelitzer Stadtverordneten stellen die Weichen für zwei wichtige Projekte. Sie beschlossen, die historische Wassermühle zu kaufen und segneten den Plan ab, das Deutsche Haus an die Beelitzer Stadtwerke zu verkaufen. Die hundertprozentige Gesellschaft der Kommune soll das Traditionshaus sanieren.

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Der Saal im Deutschen Haus muss momentan gestützt werden, soll aber bis 2017 seine alte Herrlichkeit zurückbekommen.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Beelitz.  Die Beelitzer Stadtverordneten haben am Dienstag zwei Grundstücksgeschäfte abgesegnet, die den Weg ebnen für wichtige Projekte in der Stadt. Sie beschlossen mehrheitlich, das Areal in der Mühlenstraße 35 samt der historischen Wassermühle für 85000 Euro zu kaufen. Und eine Mehrheit votierte dafür, das Deutsche Haus für knapp 80 000 Euro an die Beelitzer Stadtwerke zu verkaufen. Die 100-prozentige Gesellschaft der Kommune soll das Traditionshaus sanieren.

Wenn Beelitz den Zuschlag für die Landesgartenschau (Laga) 2019 bekommt, soll die Wassermühle als Ensemble mit einem wiederhergestellten Mühlenfließ und dem Mühlenteich eine besondere Rolle spielen. Der Antrag von GFT-Fraktionschef Gerhard Thiele, mit dem Kauf zu warten, bis die Entscheidung zur Laga gefallen ist, fand indes keine Berücksichtigung. Eine Mehrheit im Stadtparlament will das Vorhaben auch realisieren, wenn die Laga nicht nach Beelitz kommt. Für Bürgermeister Bernhard Knuth hat das Mühlengebäude eine Schlüsselfunktion im Bestreben, das alte Mühlenfließ wiederzubeleben – ein Vorhaben, das Teil des Gewässerentwicklungsplanes des Landes ist. In der Wassermühle ist die historische Einrichtung noch weitgehend erhalten. „Es ist ein Stück Beelitzer Geschichte, die wir zu einem angemessenen Preis erwerben“, sagte Knuth am Mittwoch. Zur Stadtverordnetenversammlung fehlte er wegen einer Erkrankung. Unter kommunaler Regie sei es einfacher, „einen Ort zu schaffen, an dem Geschichte wieder erlebbar ist und lebendig gehalten werden kann“, so Knuth.

An der Wassermühle, in der die bisherige Eigentümerin in der oberen Etage Wohnrecht auf Lebenszeit bekommt, soll sich das Mühlenrad wieder drehen und mit Wasserkraft auch Energie erzeugt werden. Ob die alten Wasserrechte noch gelten oder wieder erworben werden müssen, ist noch zu klären. Für Winfried Ludwig (GfB/SPD) steht die Frage: „Was machen wir, wenn die Laga nicht nach Beelitz kommt – schaffen wir das als Stadt, das Projekt auch ohne Laga-Förderung zu stemmen?“ Nach Angaben der Stadt können für die Sanierung des Mühlenhauses Städtebaufördermittel eingesetzt werden. Fürs Mühlenfließ könnten andere Förderprogramme ins Spiel kommen.

Deutsches Haus

Beelitz erwarb das Deutsche Haus in der Berliner Straße aus dem Nachlass von Sieglinde Brüning für 79 680 Euro und konnte den Kauf über Städtebaufördermittel finanzieren. Sie war die Enkelin von Rudolf und Anna Lintow, die ab 1912 das Kino im Deutschen Haus betrieben.

Mit dem Verkauf des Hauses an die Stadtwerke sind die Weichen gestellt für die Sanierung über das städtische Unternehmen. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2016 beginnen.

 

Beim zweiten Großvorhaben, der Sanierung des Deutschen Hauses, kommen nur für die Hüllensanierung Städtebaufördermittel zum Einsatz. Das Konzept für das Traditionshaus, in dem sich einst das Kino befand, sieht einen Veranstaltungssaal mit etwa 160 Plätzen und eine Gaststätte vor. Auch Wohn- und Gewerberäume sollen entstehen. Für die Gastronomie und für eine Gewerbeeinheit gibt es laut Knuth bereits Interessenten. Die Gesamtinvestition fürs Deutsche Haus bezifferte er auf etwa drei Millionen Euro. „Die Stadt hat das Geld nicht, um das Vorhaben allein zu stemmen.“ GFT-Fraktionschef Thiele kritisierte, dass die Stadtwerke den Kauf nur durch Gewinne, die durch die Heizkostenzahlung der Bürger erwirtschaftet werden, tätigen könnten. Er sei nicht gegen die Rekonstruktion der „Schrottimmobilie“. Dies sollte aber nur durch einen privaten Investor erfolgen, so Thiele. Die Stadtwerke wollen die Sanierung aus Rücklagen und derzeit zinsgünstigen Krediten finanzieren. Preiserhöhungen für die Kunden seien nicht vorgesehen, hieß es. Nach Angaben der Stadt war der private Interessent Jürgen Stoyé gebeten worden, ein Angebot abzugeben. Danach habe es aber keine Reaktion mehr gegeben, hieß es.

Von Jens Steglich

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