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Wenn der Elbe-Apfel aus Afrika kommt

Etikettenschwindel in Brandenburg Wenn der Elbe-Apfel aus Afrika kommt

Ein Supermarktkunde staunte nicht schlecht, als er die angeblichen Elbe-Äpfel aus der Region genauer unter die Lupe nahm. Das Obst stammte tatsächlich aus Afrika. Die Verbraucherzentrale Brandenburg mahnte das Unternehmen ab. Schindluder mit angeblichen Regionalprodukten kommt immer wieder vor. Nicht immer ist Brandenburg drin, wenn es drauf steht.

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Augen auf beim Apfelkauf!

Quelle: dpa

Potsdam. Regionale Lebensmittel liegen wieder im Trend, doch damit wird immer wieder Schindluder getrieben. Jüngstes Beispiel: Angebliches Elbe-Obst, das tatsächlich aus Südafrika stammt. „Beim Einkauf fiel der erste Blick eines Verbrauchers auf die Hervorhebung Elbe-Obst“, erklärte Annett Reinke, Lebensmittelrechtsexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Er wollte Äpfel aus der Region kaufen, also entschied er sich für sie. Umso größer war der Ärger, als sich das Obst als Import herausstellte.“

Herkunft nur im Kleingedruckten

Quasi im Kleingedruckten konnte der Kunde erfahren, dass sich der einzige Bezug zur Elbe bei dem Obst darin bestand, das eine Vetriebsgesellschaft aus Niedersachsen die Äpfel importiert hatte. „Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat diese Etikettengestaltung aufgrund der Verbraucherbeschwerde als wettbewerbswidrig abgemahnt“, erklärte Reinke. Das Unternehmen habe sich nun verpflichtet, diese Irreführung zukünftig zu unterlassen.

Zunehmend sind in den Supermärkten Lebensmittel mit regionalen Logos und Produktnamen zu finden. Worauf sie sich beziehen, ist oft undurchsichtig. Wie viel Regionalität in Produkten wie Werder-Ketchup, Spreewaffeln, Eberswalder Würstchen oder Mark Brandenburg Frischmilch steckt, will die Verbraucherzentrale vom 15. bis 18. Januar auf der Grünen Woche erklären.

Märkisches Qualitätsfleisch kam aus Polen

2012 hatte der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele aufgedeckt, dass Milch der Marke „Mark Brandenburg“ gar nicht aus Brandenburg kam, sondern von rheinischen Kühen. Ein Gericht beendete den Etikettenschwindel. Inzwischen wird die Milch wieder in Elsterwerda (Elbe-Elster) abgefüllt.

2014 sorgte der Fall von angeblicher „Qualität aus Brandenburg“ für Aufregung. Auf den Fleischkonserven im Supermarktregal mit Regionalwaren war sogar ein roter Adler abgebildet. Tatsächlich kam das Fleisch darin aus Polen. Auch damals schritt die Verbraucherzentrale ein und mahnte eine Supermark-Filiale deswegen ab.

Von Torsten Gellner

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