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Wild aus der Prignitzer Region

Gastronomen servieren frisches Wildbret Wild aus der Prignitzer Region

Noch bis zum 22. November liefern Prignitzer Jäger Gaumenfreuden direkt aus dem naheliegenden Wald an die Wirtshäuser, denn dort haben am 23. Oktober die 5. Prignitzer Wildwochen begonnen.

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Hirschfleisch wird jetzt in vielen Restaurants der Region als Wilddelikatesse angeboten.

Quelle: Peter Geisler

Perleberg. Wildfleisch ist begehrt. Viele Jäger in der Region haben bereits einen festen Kundenstamm und gefüllte Bestelllisten. Auch in den Brandenburgischen Gaststätten und Hotels erfreuen sich Hirschgulasch, Rehrücken und Wildschweinkeule in den Herbst- und Wintermonaten besonderer Beliebtheit. Die Prignitzer Jäger liefern die Gaumenfreuden jetzt direkt aus dem naheliegenden Wald an die Wirtshäuser, denn dort haben am 23. Oktober die 5. Prignitzer Wildwochen begonnen.

Organisiert wird die Wildaktion vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), dem Jagdverband Perleberg und dem Tourismusverband Prignitz. Mehr als 15 Prignitzer Restaurants beteiligen sich an den Wildwochen. Sie halten für die Gäste bis zum 22. November eine spezielle Wildspeisekarte bereit.

Wildspezialitäten in der Wittenberger Ölmühle

Wildspezialitäten in der Wittenberger Ölmühle.

Quelle: Jens Wegner

„Schon in den vergangenen Jahren haben wir mit der Dehoga zusammen gearbeitet. Das hat sich sehr bewährt“, sagt Udo Becker vom Jagdverband Perleberg. Bereits 2010 wurde die Idee in Perleberg geboren, das heimische Wild den Prignitzern näher zu bringen. Dazu wurde durch Peter Ehrhorn und Udo Becker vom Perleberger Jagdverband ein Konzept entwickelt. „Partner für uns waren in erster Linie unsere Jägerinnen und Jäger sowie unser Wildhändler Wilfried Wendt.“, sagt Udo Becker. „Er kauft das Wildfleisch auf, zerlegt es und sammelt es, so dass zu den Wildwochen ausreichend Fleisch für die Gaststätten zur Verfügung steht“, sagt Udo Becker. Der Händler beliefert aber nicht nur Gasthäuser in der Region. Wildfleisch aus der Prignitz wird auch in Bayern angeboten. „Das Wild ist dort oftmals noch strahlenbelastet“, sagt Udo Becker. Einige Gegenden des Freistaates waren von der Tschernobyl-Katastrophe 1986 besonders betroffen, so dass Geigerzähler noch heute hohe Werte bei Wildschweinen, Pilzen und Waldbeeren anzeigen.

Den Gästen in der Prignitz wird aber in der Wildsaison nicht nur Leckeres für den Gaumen geboten. Bei jagdlichem Flair lassen Jagdhornbläser ihre Hörner erklingen. Der Perleberger Jadverband verfügt über sieben Bläsergruppen. Zur Wildwoche finden auch Lesungen sowie geführte Wanderungen statt.

Den Prignitzer Jägern ist mit ihrer Initiative etwas gelungen, was sich auch Gastronomen in anderen Landkreisen wünschen würden, denn Wild gilt als ausgesprochen gesundes Lebensmittel. Doch der hohe Organisationsaufwand schreckt ab. „Für die Jäger ist es einfacher, das Fleisch an Stammkunden abzugeben oder es für den Eigenbedarf zu nutzen“, sagt Bernd Voigt von der Jägerschaft Manker im Kreis Ostprignitz -Ruppin. „Wer Gastronomen beliefern will, muss kontinuierlich größere Mengen Wild zur Verfügung haben. „Dazu müssten sich die Jäger zusammenschließen.“ Allerdings nicht nur die Waidmänner, sondern auch die Gastronomen. „Nur dann macht es Sinn“, sagt Jürgen Rinno , Vorsitzender des Kreisjagdverbands Ostprignitz-Ruppin.

Das Geheimnis, das sicher auch im Kreis Ostprignitz-Ruppin funktionieren würde, lautet also Vermarktungsnetzwerke. Jürgen Rinno weist aber darauf hin, dass der Jäger bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, wenn er Wild an Gastronomen oder Wildhändler abgibt. „Er muss nachweisen, dass er zum Kreis der „kundigen“ Personen gehört.“ Wer als kundige Person gelten will, sollte eine Jägerausbildung oder einen Sachkundenachweis absolviert haben, um bei der Erstuntersuchung nach der Jagd den Gesundheitszustand des Tieres beurteilen zu können. Wurden keine bedenklichen Merkmale festgestellt, muss der Jäger darüber eine Erklärung abgeben, die Ort und Zeitpunkt des Erlegens enthält. Dieser Wildursprungsschein muss mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden und auf Verlangen den zuständigen Behörden vorgelegt werden.

„Die Qualitätskriterien sprechen also für die Jagd“, sagt Jürgen Rinno. „Das Tier hat in der freien Natur gelebt und der Verbraucher kann davon ausgehen, dass er ein sehr gesundes Lebensmittel verzehrt.“

Wer nicht in die Prignitz reisen möchte, um sich im Herbst von den Gastronomen mit Wildfleisch verwöhnen zu lassen, wird sicher auch in anderen Gaststätten fündig werden. So stehen im Neuruppiner Resort Mark Brandenburg zum Beispiel Hirschrücken und Wildzunge auf der Speisekarte des Restaurants Parzival. Das Wildfleisch liefer seit vielen Jahren die Wildmanufaktur Hirschmark. Es stammt aus heimischen Wäldern sowie aus dem hauseigenen Gatter und wird auf direktem Wege in der hauseigenen Fleischerei verarbeitet. Damit Verbraucher Wild aus der heimischen Region erkennen, gibt es das Signet „Wild aus Brandenburg“. Ein springender Rehbock in grünem Kasten signalisiert, wo heimisches Wildfleisch erhältlich ist.

Von Cornelia Felsch

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