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Wochenmarkt in Potsdam-West erwünscht

Händler für Rudolf-Tschäpe-Platz gesucht Wochenmarkt in Potsdam-West erwünscht

Drei Wochenmärkte gibt es bislang in der Landeshauptstadt. Nicht genug, findet Tabea Gutschmidt. Auch der junge Stadtteil Potsdam-West sollte einen Markt bekommen, meint die Projektmanagerin – also Treffpunkt für die Nachbarschaft. Doch noch hat sie nicht alle Bedingungen für einen erfolgreichen Antrag erfüllt.

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Frisches, Obst und Gemüse aus der Region sollen die Bewohner des Stadtteils Potsdam-West künftig direkt vor ihrer Haustür einkaufen können.

Quelle: Fotolia

Potsdam. Einer fehlt noch. Nur noch einer, dann hat Tabea Gutschmidt die Bedingung erfüllt. Zwölf Händler muss die Neu-Potsdamerin nach den Vorgaben der Stadtverwaltung zusammenbekommen. Elf haben sich bereits bei der Projektmanagerin gemeldet. Gutschmidt möchte im jungen Stadtteil Potsdam-West einen Wochenmarkt etablieren. „Ich habe mehrere Jahre in Regensburg gewohnt“, erzählt Gutschmidt, die ursprünglich aus Potsdam-Mittelmark stammt und seit einem knappen Jahr im Potsdamer Westen wohnt. Direkt vor der Haustür habe es in Regensburg einen Wochenmarkt gegeben. „Das war toll, nicht nur zum Einkaufen“, sagt Gutschmidt. „Man traf Nachbarn, unterhielt sich, trank zusammen einen Kaffee“, erzählt sie. So etwas wünscht sie sich auch für Potsdam-West: Einen wöchentlichen Treffpunkt, bei dem man frische, regionale Produkte erstehen und dabei klönen kann.

Es wäre der vierte Wochenmarkt in der Landeshauptstadt, wobei Gutschmidt die Märkte am Nauener Tor und am Bassinplatz zusammen betrachtet, als Innenstadtofferten. Hinzu kommt der Markt auf dem Weberplatz in Babelsberg. Zu weit weg für den schnellen Einkauf, findet Gutschmidt. Die Zugezogene ist überzeugt, dass ein Markt in ihrem Stadtteil Erfolg haben würde. „Viele junge Familien, die Wert auf gesunde Ernährung legen, wohnen hier“, erklärt sie. Der Kinderanteil liegt bei 12,5 Prozent – über dem Durchschnitt der Stadt. Das Durchschnittsalter der Bewohner ist mit 43 Jahren eher niedrig, der Beschäftigtenanteil mit 60 Prozent relativ hoch. Viele potenzielle Kunden für einen Markt.

„Ich finde Potsdam-West total spannend“, sagt Gutschmidt. „So ein Markt, das wäre das i-Tüpfelchen.“ Als Ort für das Händlertreiben hat sich die Organisatorin den Rudolf-Tschäpe-Platz vor der Erlöserkirche ausgeguckt. Das Ordnungsamt muss aber prüfen, ob der Platz geeignet ist. Die Parkplatzsituation, aber auch Zufahrten für Feuerwehr und Krankenwagen spielen dabei eine Rolle. „Die Unterlagen liegen der Stadt vor. Sobald ich alle Händler zusammen habe, kann darüber entschieden werden“, sagt Gutschmidt. Starten will sie im Frühjahr. Freitags, nachmittags bis in den Abend hinein, sollen die Händler vor Ort sein. „In Berlin gibt es schon so einen Abendmarkt. Das Konzept funktioniert, warum nicht auch in Potsdam?“ Freitagnachmittag schon die Einkäufe erledigen und dann ins Wochenende starten – könnte ankommen, glaubt die Projektmanagerin. Auch die Kirche will sie mit ins Boot holen und Veranstaltungen rund um den Markt planen, vielleicht einen Bastelstand für Kinder anbieten.

Ulrike Bleyl, Vorsitzende des Stadtteilnetzwerks Potsdam-West, bremst die Euphorie etwas. „Es ist ja nicht so, dass es hier gar keine Möglichkeiten gibt. Es gibt allein drei Läden, die auch regionale oder Bioprodukte anbieten“, sagt sie. Auch bezweifelt sie, dass wirklich alle Anwohner glücklich über einen Wochenmarkt direkt vor ihrer Haustür wären. „Man wohnt dann an einem sehr belebten Ort“, gibt Bleyl zu Bedenken. Zudem sei die Parkplatzsituation rund um den Tschäpe-Platz schon jetzt sehr angespannt.

Ob Potsdam einen weiteren Markt vertragen kann, will die Stadt nicht bewerten. Die zuständigen Ämter müssten nur darauf schauen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, sagt Stadtsprecher Jan Brunzlow. „Der Antrag ist bei uns eingegangen“, bestätigt er. Aber so lange er nicht vollständig sei, könne er nicht geprüft werden.

Gemeldet haben sich laut Tabea Gutschmidt unter anderem ein Bäcker, ein Fisch- und ein Käsehändler sowie eine Floristin. Meist seien es Händler aus dem Umland, die teils schon einen Stand auf den Potsdamer Märkten haben und gerne eine weitere Destination ansteuern würden. „Ein Fleischer mit Imbissangebot fehlt uns zum Beispiel noch“, sagt Gutschmidt. Sie sei zuversichtlich, zwölf Händler zu finden. Gerne auch noch mehr – um ein möglichst buntes Markttreiben zu garantieren.

Märkte in Potsdam

Am Bassinplatz können Potsdamer an mehreren Tagen einkaufen: Der Markt ist Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr und samstags von 7 bis 13 Uhr, im Winter bis 12 Uhr geöffnet.

Der Markt am Nauener Tor lädt zwei Mal pro Woche zum Schlendern ein: Mittwoch und Samstag ist von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Auch in Babelsberg gibt es einen Markt: Samstag von 7 bis 13 Uhr stehen die Händler auf dem Weberplatz.

Händler , die sich für den geplanten Markt auf dem Rudolf-Tschäpe-Platz interessieren, können sich bei Tabea Gutschmidt melden unter: wochenmarkt.potsdam.west@gmail.com

Von Marion Kaufmann

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