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Storkower fängt Riesenwels

MAZ-Aktion "Fisch des Jahres" Storkower fängt Riesenwels

Was in Brandenburg so anbeißt, kann sich sehen lassen: Ralf Geedicke holte kürzlich einen stattlichen Wels aus dem Storkower Kanal. Der war 170 Zentimeter lang und 33,5 Kilogramm schwer. Seinen bislang größten Fang machte er aber bereits 1985.

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Ein Wels an der Wand

Diesen riesigen Wels holte Ralf Geedicke aus dem Storkower Kanal.

Quelle: Privat

Storkow. Ralf Geedicke hat das Datum nicht vergessen: Es war der 5.5.1985. An diesem Tag hatte er Petra zum ersten Mal gesehen. Beim Friedenspokal-Angeln in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree). Zwei Jahre später wurden die beiden ein Paar. Weitere zwei Jahre später heirateten sie. Heute haben sie zwei erwachsene Söhne und sitzen immer noch gerne gemeinsam am See, erzählt der leidenschaftliche Angler Ralf Geedicke.

Der Außendienstmitarbeiter aus Storkow (Oder-Spree) geht schon seit seinem zehnten Lebensjahr auf Fischjagd. Seinen bisher größten Fang – abgesehen von seiner Frau natürlich – hat der Vorsitzende des Anglervereins Küchensee am 13. April im Storkower Kanal gemacht: Ein stattlicher Wels, 170 Zentimeter lang und 33,5 Kilogramm schwer, schnappte nach Geedickes Köder, einem Totfisch.

„Mein persönlicher Rekord“, erzählt der Vereinschef stolz. Mit seinen Söhnen war er auf Jungfernfahrt, seinen neuen Kahn einweihen. Dass ihm dabei der kapitale Wels an den Haken ging, war in den Augen des Anglers Glück und das Ergebnis einer Technik, die er zum ersten Mal einsetzte: Geedicke benutzte ein Wallerholz aus Ungarn, ein gebogenes Stück Holz, mit dem der Angler rhythmisch auf die Wasseroberfläche klopft. „Die Klopfgeräusche animieren den Wels, sein Revier zu verteidigen“, erklärt der 58-Jährige. Das kann aber auch schief gehen. Wer falsch klopft, schlägt den Fisch in die Flucht. Geedicke hatte den Bogen offenbar gleich raus.

Die Familie sei kaum auf dem Wasser gewesen, als der Fisch anbiss, erzählt er. Mit einem kurzen, kräftigen Schwung habe er den Fang dann ins Boot manövriert. „14 Kilo reines Filet“, schwärmt der Fischfreund. „Schmeckt hervorragend.“ Die Gefriertruhe sei jetzt noch reichlich gefüllt mit dem leckeren Fang. Den Kopf des Tieres will er präparieren.

MAZ-Aktion Fisch des Jahres

"Fisch des Jahres 2014" ist eine Gemeinschaftsaktion der MAZ, des Landesanglerverbands und des Angelfachgeschäfts Angeljoe in Potsdam, Neuruppin und Berlin. Es geht um die längsten gefangenen Fische in 13 Kategorien von Aal bis Zander. Die Gewinner können sich auf attraktive Preise und ein Grillfest mit Angeln im nächsten Frühjahr freuen. Außerdem verlost Angeljoe unter allen Teilnehmern hochwertige Überraschungen. Gewertet werden Fänge bis 31. Dezember 2014.

Wer teilnehmen möchte, sollte Name, Adresse, Telefonnummer, Fischart, Länge, Gewicht, Fangdatum und -ort sowie den Namen eines Zeugen einsenden. Erforderlich ist ein Foto mit Zollstock neben dem Fisch. Gewertet werden Fische aus Brandenburger Gewässern. Es gibt eine Sonderkategorie deutsche Ostsee und Bodden.

MAZ "Fisch des Jahres"
Friedrich-Engels-Straße 24
14473 Potsdam oder

Landesanglerverband
Zum Elsbruch1

Angeljoe
Bütower Weg 1- 4
16816 Neuruppin
oder Gerlachstr. 10
14480 Potsdam
info@angeljoe.de
Alle weiteren Infos auf unserer Sonderseite:
www.maz-online.de/fisch2014 

Es ist nicht Geedickes erstes Anglerglück in diesem Jahr. Bereits im Februar zog er am Oder-Spree-Kanal einen Zander mit stattlichen Maßen an Land: 5,2 Kilogramm und 79 Zentimeter. Köder: Gummifisch. Dass er so früh im Jahr, wenn das Wasser eigentlich noch kalt ist, schon so einen Erfolg hatte, wundert den Storkower nicht. „Der Winter war nicht so hart, das macht sich bemerkbar“, erklärt er.

Immer den größten Fisch an Land zu ziehen, darauf komme es ihm gar nicht an, sagt der Hobbyangler. „Die Natur zu genießen, die Gedanken schweifen zu lassen und dabei noch etwas Leckeres zum Essen zu fangen, das ist einfach schön“, erklärt er. Immer wenn es der Beruf erlaubt, zieht es ihn an Fluss und See. „In Brandenburg haben wir wirklich beste Bedingungen für Angler“, sagt er.

Dass er das Hobby mit seiner Frau teilen kann, ist für ihn ein besonderes Glück. Denn fischliebende Damen sind noch immer in der Minderzahl: 70 Mitglieder zählt Geedickes Anglerverein in Storkow, darunter sind nur vier weiblich – inklusive seiner eigenen Frau. „Man muss nur angeln gehen, dann findet man sein Glück“, wirbt Geedicke. Der Verein als Partnerbörse – warum nicht, meint der Chef. Friedlich nebeneinander schweigen können – bei Geedickes zumindest ein Garant für langes Eheglück.

Von Marion Kaufmann

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