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Fürs Heizen nicht mehr zahlen als nötig

Verbraucherzentrale rät: Tarife und Abrechnung genau prüfen Fürs Heizen nicht mehr zahlen als nötig

Ein Anbieterwechsel beim Erdgas kann sich lohnen. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale Brandenburg. Denn während die Einfuhrpreise für Erdgas in den vergangenen beiden Jahren um 28 Prozent gesunken sind, haben die meisten Versorger die Preise für ihre Kunden nur um einen geringen Betrag verringert.

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Manchmal ist die Gasrechnung teurer als erwartet.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die neu begonnene Heizsaison bietet Anlass, um den Liefervertrag mit dem Gasversorger einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Denn oftmals spart ein Anbieterwechsel Hundert Euro im Jahr und mehr. Noch einfacher können viele Mieter mit Zentralheizung sparen. „Häufig ist die Abrechnung fehlerhaft, so dass eine Überprüfung bares Geld bringt“, erklärt Marlies Hopf, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).

Die Gaspreise sind in der Vergangenheit gesunken, aber nicht alle Versorger geben diesen Vorteil an ihre Kunden weiter. Daher variieren die einzelnen Preise im Moment sehr stark. Durch einen Wechsel des Anbieters lässt sich also viel Geld sparen. Jedoch befürchten viele Verbraucher, nach einem Wechsel auf einmal ohne Gas dazustehen oder sie vermuten einen großen bürokratischen Aufwand. Beide Sorgen sind laut Marlies Hopf unbegründet: „Die Gasbelieferung ist immer über den örtlichen Grundversorger sichergestellt, und der Wechsel selbst ist unkompliziert. Denn der Kunde schließt mit dem neuen Anbieter einen Vertrag, und dieser kümmert sich dann um die Kündigung beim alten Versorger und alle weiteren Formalitäten.“

Die Auswahl eines neuen Tarifs ist über Vergleichsportale im Internet leicht möglich. Wichtig sind dabei die Voreinstellungen der Suchfunktion. „Nicht empfehlenswert sind Vorauskasse, komplizierte Bonusregelungen oder sehr lange Mindestvertragslaufzeiten“, so die Expertin.

Keine Wahlmöglichkeit haben Mieter mit Anschluss an eine Zentralheizung. Einmal im Jahr kommt die Abrechnung, oft mit der Aufforderung zur Nachzahlung. „Leider sind die Rechnungsdetails für viele unverständlich“, berichtet Hopf. Doch gerade darauf lohnt sich ein genauer Blick, denn häufig ist die Heizkostenabrechnung fehlerhaft und zu hoch. Daher rät Marlies Hopf, sich bei Unklarheiten unabhängigen Rat bei der Verbraucherzentrale zu holen. Die Energieexperten prüfen die Verbrauchswerte und erläutern nicht nur die Abrechnung, sondern können zudem den Gesamtenergieverbrauch des Hauses bewerten. Dadurch erfährt der Mieter, ob er in einem Haus mit tendenziell hohen oder niedrigen Betriebskosten wohnt.

Jeder zweite heizt mit Erdgas

Von den 40 Millionen Haushalten in Deutschland heizt jeder zweite mit Erdgas, jeder dritte mit Heizöl. Der Rest verteilt sich auf erneuerbare Energien, Fernwärme und Strom. Die Einfuhrpreise für Erdgas sind in den letzten beiden Jahren um 28 Prozent gesunken, die Gaspreise für Verbraucher im gleichen Zeitraum dagegen nur um 2,9 Prozent, so das Vergleichsportal Toptarif. Die Preisspanne zwischen den einzelnen Anbietern betragen laut Toptarif teilweise mehr als 40 Prozent. Im Durchschnitt zahlen Verbraucher der 100 größten Städte mit einem gasbeheizten Einfamilienhaus im Grundversorgungstarif 630 Euro mehr als im günstigsten Tarif.

Von Ulrich Nettelstroth

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