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Königliche Spende in Potsdam

Ziegelstein der Queen für Garnisonkirche wird ausgestellt Königliche Spende in Potsdam

Die britische Königin Elizabeth II. hat anlässlich ihres Besuches in Deutschland die Patenschaft für einen Ziegelstein der Garnisonkirche übernommen. Nachdem die Queen den Stein höchstpersönlich in Augenschein genommen hat, wird er nun in einer Dauerausstellung in Potsdam zu sehen sein.

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Königlicher Ziegelstein.

Quelle: Stiftung

Potsdam. Der von Queen Elizabeth II. gespendete Ziegelstein für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist ab der kommenden Woche in der Dauerausstellung zum Gotteshaus zu sehen. Die Queen habe den Stein bei ihrem Staatsbesuch in Berlin persönlich in Augenschein genommen, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche am Freitag laut Mitteilung. “Sie hofft, dass die Patenschaft viele Spender ermutigt, sich für die Garnisonkirche zu engagieren.“

Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Garnisonkirche, Wolfgang Huber, sagte über die Spende der Queen: “Ich bin sehr froh und dankbar. Mit dieser Geste wird der Versöhnungsauftrag unterstrichen, der ein wesentliches Motiv für den Wiederaufbau der Garnisonkirche ist. Es geht uns um das Erinnern und Lernen aus der Geschichte für die Sicherung einer friedlichen Zukunft für Europa.“

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche, Mitglied der Fördergesellschaft, hat der Queen die Ziegelpatenschaft für die Garnisonkirche vorgeschlagen. “In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 70. Mal. Nicht nur in Potsdam erinnern wir uns an die katastrophalen Folgen dieses Krieges, der von Deutschland ausging. Umso wichtiger bleiben Völkerverständigung und friedliches Zusammenleben in ganz Europa. Die Patenschaft betont diese Gedanken“, so Reiche.

Der Vorsitzende der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau, Burkhart Franck, zeigte sich ebenfalls dankbar: “Diese Patenschaft wird dazu beitragen, unsere guten Beziehungen zu britischen Förderern und Freunden zu vertiefen und zu erweitern.“ Auch der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg, Manfred Stolpe, der auch Mitglied des Kuratoriums ist, äußerte sich zur Patenschaft der Queen: “Ich freue mich sehr. Das ist eine starke Unterstützung für den Bau des Turms, mit dem wir für Versöhnung und Frieden einstehen werden.“

“Wir sind als Nagelkreuzzentrum eng verbunden mit dem englischen Coventry, in dem die Nagelkreuzgemeinschaft gegründet wurde. Geschwisterlich arbeiten wir an Themen wie Versöhnung und Frieden zusammen. Die Nachricht von der Patenschaft ehrt uns sehr und wird mich auf meiner nächsten Reise nach Coventry begleiten“, sagte die Pfarrerin an der Nagelkreuzkapelle, Cornelia Radeke-Engst.

Stiftung und Fördergesellschaft verfolgen nach eigenen Angaben mit dem ersten Bauabschnitt, der Wiedergewinnung des Turmes der ehemaligen Garnisonkirche, “die Schaffung einer bedeutenden architektonischen Landmarke und eines Lernorts der deutschen und europäischen Geschichte“. “Hier wird Geschichte erinnert, Verantwortung gelernt und Versöhnung gelebt“, so Stiftung und Fördergesellschaft.

Die Barockkirche aus dem Jahr 1735 war im April 1945 von britischen Bombern schwer zerstört und 1969 von den DDR-Behörden gesprengt worden. Die Stiftung Garnisonkirche betreibt den Wiederaufbau des Gotteshauses und sammelt Spenden. Die Kosten werden auf 100 Millionen Euro geschätzten. Der Wiederaufbau ist umstritten, weil die Garnisonkirche am «Tag von Potsdam» am 21. März 1933 zum Schauplatz des historischen Händedrucks von Adolf Hitler und dem Reichspräsidenten Paul Hindenburg wurde.

Von MAZonline

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