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Platzeck: Die Garnisonkirche fehlt in Potsdam

Mehr als 15.000 Unterstützer Platzeck: Die Garnisonkirche fehlt in Potsdam

Matthias Platzeck, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Garnisonkirche und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Brandenburg, freut sich über die zahlreichen Unterstützer des Wiederaufbaus der Garnisonkirche in Potsdam. Für ihn selbst steht fest, dass „dem Stadtbild von Potsdam insbesondere der Kirchturm fehlt“.

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Matthias Platzeck

Quelle: Julian Stähle

Innenstadt. Auf der Internetseite www.unterstuetzen.garnisonkirche.de haben bis heute mehr als 15.000 Menschen den Aufruf zum Wiederaufbau der Garnisonkirche unterschrieben.

Im Aufruf heißt es: „Machen Sie diese Kirche mit ihrer Unterschrift zur Kirche der Bürgerschaft Potsdams und seiner Gäste. Helfen Sie, damit diese schönste Kirche des norddeutschen Barock wiedergewonnen werden kann. Schon jetzt gibt es eine Nagelkreuzkapelle am ehemaligen Standort der Garnisonkirche. Sie steht für einen hoffnungsvollen Neubeginn. Dabei geht es um drei Dinge. Wir wollen: Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben.“

Über die zahlreiche Unterstützung, die seit September 2014 auf der Internetseite sichtbar gemacht wird, freut sich auch das Kuratoriumsmitglied der Stiftung Garnisonkirche und ehemalige Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck: „Diese Unterschriftensammlung ist doppelt wertvoll: Sie ist erstens nachlesbar namentliches Bekenntnis für den Wiederaufbau eines der schönsten Bauwerke Potsdams und zweitens verdeutlicht sie, dass politisch angewiesene Deutungsversuche oder auch die propagandistisch motivierte Anweisung zur Sprengung unter Walter Ulbricht nicht der Geschichte letztes Wort sind. Meine Unterschrift ist dabei, weil ich der Überzeugung bin, dass dem Stadtbild von Potsdam insbesondere der Kirchturm fehlt und dass der Dreiklang von „Geschichte erinnern, Verantwortung lernen und Versöhnung leben“ am besten in dem wiederaufgebauten stadtbildprägendem Gebäude praktiziert werden kann.“.

Viele der Unterstützer kommen aus Brandenburg und Berlin, aber auch national und international sprechen sich viele Menschen für den Wiederaufbau der Garnisonkirche aus und zeigen dies öffentlich mit der Bekanntgabe ihres Namens im Internet. Darunter sind auch prominente und bekannte Personen, wie z.B. der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler, Gräfin Isa von Hardenberg, der US-amerikanische Journalist und Historiker Michael S. Cullen oder der ZDF-Moderator Peter Hahne.

Auch der Vorsitzende der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche, Prof. Dr. Matthias Dombert, äußert sich erfreut über die zahlreichen Unterschriften: “Jeder einzelne Unterstützer bestärkt uns in unserem Ziel, die Garnisonkirche – zunächst den Turm - wiederaufzubauen. Dass sich nun bereits 15.000 Personen dafür aussprechen und den Aufruf unterzeichnet haben, freut mich sehr. Für diese Unterstützung bedanke ich mich. Die Kirche wird eines Tages - auch dank dieser Unterstützer - die Stadt Potsdam schmücken und bereichern.“

Den Aufruf kann man im Internet unter www.unterstuetzen.garnisonkirche.de oder in der Nagelkreuzkapelle am Ort der Garnisonkirche unterschreiben. Die Nagelkreuzkapelle befindet sich in der Breiten Straße 7 und ist von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die nächste Veranstaltung in der Nagelkreuzkapelle ist das von der Fördergesellschaft und der Bürgerinitiative „mitteschön“ veranstaltete Sommerfest „Spur der Steine“ auf dem Baufeld mit Filmvorführung und Lichtillumination am Freitag, dem 07. August 2015, ab 20 Uhr, zu dem alle Potsdamerinnen und Potsdamern mit ihren Gästen herzlich eingeladen sind.

Von MAZ

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