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5000 Pflegebedürftige in Ostprignitz-Ruppin

Stützpunkt bietet Beratung 5000 Pflegebedürftige in Ostprignitz-Ruppin

In Ostprignitz-Ruppin gibt es 5000 Pflegebedürftige. Mit dem komplexen Thema Pflege sind sie und ihre Angehörigen häufig überfordert. Oft gibt es falsche Vorstellungen und fehlendes Wissen. In Pflegestützpunkten können sich Betroffene kostenlos beraten lassen.

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Einen Angehörigen zu pflegen, ist oftmals kräftezehrend.

Quelle: dpa

Neuruppin. Wie beantrage ich eine Pflegestufe? Was sind Pflegesachleistungen? Welche Kosten werden von der Versicherung übernommen? Diese Fragen und viele mehr beschäftigen Pflegebedürftige und deren Angehörige. Mit diesen Problemen stehen sie nicht allein da: In Ostprignitz-Ruppin gibt es laut einer Studie des Brandenburger Sozialministeriums etwa 5000 Pflegebedürftige. Das sind 4,8  Prozent der Bevölkerung im Landkreis, Tendenz steigend.

Deshalb wurde 2009 in Neuruppin ein sogenannter „Pflegestützpunkt“ eingerichtet. In der Heinrich-Rau-Straße 27-30 können sich Pflegebedürftige sowie Angehörige kostenlos beraten lassen. „Bisher haben wir etwa 2000 Pflegekontakte im Jahr“, sagt Berater Uwe Krüger. Er findet, das sei bei Weitem nicht genug. Ihm ist wichtig, dass mehr Betroffene erfahren, welche Möglichkeiten zur Unterstützung existieren. Es gebe auch falsche Vorstellungen und fehlendes Wissen. „Pflege ist leider noch ein Tabu-Thema“, sagt Krüger. Manchen Pflegebedürftigen sei es unangenehm, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Oder sie seien überfordert und wüssten nicht, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen könnten. Deshalb seien es in der Regel Angehörige, die die Beratungsstelle aufsuchen.

Viele pflegen über Jahre ohne Pause und Hilfe

Manchmal sei es dann schon zu spät: „Wir erleben es, dass Angehörige über Jahre ohne Pause und ohne Unterstützung ein Familienmitglied pflegen“, erzählt Krüger. Dabei gebe es Lösungen zur Entlastung von Angehörigen, zum Beispiel die Kurzzeitpflege.

„Bei der Pflege geht es auch um Geld – nicht wenig Geld“, sagt Krüger. Nicht alle Leistungen würden von der Pflegeversicherung übernommen. Manche Betroffenen bringe das in finanzielle Schwierigkeiten. „Deshalb ist es von Vorteil, dass wir die Sozialberatung mit im Haus haben“, sagt Krüger. Nahtlos könnten dort Unterstützungsmöglichkeiten besprochen werden.

„Die Gesetzgebung hat im Bereich Pflege Fortschritte gemacht“, findet Krüger. Trotzdem werde die Beratung immer komplexer. Für Betroffene sei es zu schwer, sich selbst umfassend über das Thema Pflege zu informieren. „Dafür ist der Pflegestützpunkt ja da“, so Krüger.

Von Nico Nobilis

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