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Bessere Chancen bei Schlaganfall

Telehilfe aus der Unfallklinik Bessere Chancen bei Schlaganfall

Die Unfallklinik Berlin-Mahrzahn kooperiert auf dem Fachgebiet Teleneurologie mit fünf Brandenburger Krankenhäusern. Dazu gehört das in Ludwigsfelde. Damit kann Patienten bei Verdacht auf eine Schlaganfall, wo es um jede Minute geht um keine Lähmungen zu behalten, viel schneller als bisher geholfen werden.

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Chefarzt Burkhard Schult demonstriert die neue Technik.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Für Menschen in der Region, die einen Schlaganfall erleiden, steigen die Chancen, geringere oder keine bleibenden Schäden davonzutragen: Zu den fünf Brandenburger Krankenhäusern, mit denen die Berliner Unfallklinik Marzahn eine Kooperation zur Tele-Neurologie vereinbart hat, gehört das Krankenhaus Ludwigsfelde. Dort arbeiten Ärzte der Inneren Station jetzt mit einem Gerät namens Teledoc 4. Nach viermonatiger Einführungs- und Schulungsphase ist es nun in den Klinikalltag integriert.

Damit haben hiesige Schlaganfall-Patienten im Wettlauf gegen die Zeit nach einem Gefäßverschluss im Gehirn deutlich bessere Karten. Viereinhalb Stunden bleiben nach dem Schlaganfall ungefähr, bis dauerhafte Schäden auftreten. „Neben der Teleradiologie mit Röntgenbildern haben wir nun auch rund um die Uhr Neurologen, die den Patienten und seine Körperteile beliebig vergrößert sehen und beobachten können“, erklärt Burkhard Schult, der leitende Chefarzt der Ludwigsfelder Klinik. „Das ist eine Versorgungsqualität wie in großen Spezialklinken.“

Zehn der 35 Stationsbetten sind darauf eingerichtet, Patienten 24, 48 oder 72 Stunden lang intensiv zu überwachen, je nach Schwere des Schlaganfalls und Komplikationen. „Es gibt in solcher Situation Thrombosen, Flüssigkeitsmangel oder Zuckerentgleisungen“, erklärt Schult. Was am besten hilft, das werde nun mit Fachärzten in Marzahn sehr viel schneller als bisher beraten.

Noch vor zehn, 15 Jahren galten Schlaganfälle als Schicksalsschlag, denen man ausgeliefert war. „Jetzt können wir sofort mit einer Thrombolyse beginnen, der einschneidendsten Maßnahme mit einem Gerinnsel auflösenden Medikament“, erklärt der Chefarzt. Das sei bei den ersten 28 teleneurologischen Untersuchungen noch nicht nötig gewesen, so Schult. Ebenso wichtig seien andere Sofortmaßnahmen, um bleibende Schäden nach einer fehlenden Gehirndurchblutung zu vermeiden. „Der Neurologe sieht, ob und wie ein Patient die Arme heben und die Hände drehen kann. Er kann in die Augen schauen oder andere Details erkennen.“ Schnell sei dann klar, ob ein Katheder nötig ist, sofortige Physiotherapie oder wie hoch die Dosis der Basismedikamentation sein muss.

Mit der neuen Kooperation haben Rettungsdienste für Schlaganfallpatienten auch die Option Ludwigsfelde, neben den Spezialkliniken in Potsdam, Berlin oder Teupitz.

Von Jutta Abromeit

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