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Bewegung ist das beste Heilmittel

Rückenprobleme Bewegung ist das beste Heilmittel

Rückenprobleme führen zu einer Vielzahl an Krankschreibungen. Betroffene suchen oft erfolglos nach Therapie-Möglichkeiten. Eine der Hauptursachen ist der Mangel an richtiger Beanspruchung des Knochen- und Muskel-Apparats in Beruf und Alltag. Kein Wunder, dass mögliche Gegenmaßnahmen nicht immer mit Entlastung zu tun haben müssen.

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Der Alltag in vielen Berufen verursacht Rückenprobleme.

Quelle: ’Fotolia

Potsdam. Untersuchungen unterschiedlicher Krankenkassen zufolge sind Krankheiten des Bewegungsapparats die Ursache für nahezu jeden vierten Fehltag im Beruf. Bei rund der Hälfte davon geht es um Rückenschmerzen. Allein die Ausfallzeiten aufgrund chronischer Erkrankungen betrachtet, liegen die Zahlen noch weitaus höher. Rückenprobleme stellen also nicht nur ein ganz erhebliches Leiden für den Betroffenen dar, sondern sind ein schwerwiegendes gesamtgesellschaftliches Problem.

Die Ursachen sind vielfältig, mit den größten Stellenwert nehmen aber problematische Belastungen durch den beruflichen Alltag, unwissentlich falsche Haltungen in der übrigen Zeit und/oder schlicht Bewegungsmangel ein. Grund genug die sogenannte Ergodynamik beim diesjährigen „Tag der „Rückengesundheit“ am 15. März in den Fokus zu rücken. Der vom Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) und der Aktion Gesunder Rücken (AGR) gemeinsam organisierte Aktionstag soll sich der richtigen und funktionsgerechten Belastung des Bewegungsapparats im Alltag widmen.

Öfter mal die Treppe nehmen

„Häufige und richtige Bewegung ist das Mittel der Wahl bei den meisten chronischen Rückenbeschwerden und deren Vermeidung“, sagt der Ärztliche Direktor der Hochschulambulanz der Universität Potsdam, Frank Mayer. Vielfach sei die körperliche Aktivität allen anderen medizinischen Therapien überlegen, so der Leiter des bundesweiten Forschungsnetzwerks „Mispex“, das sich in mehreren Studien mit der Gesellschaftskrankheit Rückenschmerz auseinandersetzt. Wichtig sei in vielen Berufen „Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren“. Will heißen, öfter einmal Nachrichten an Kollegen selbst überbringen statt zu telefonieren oder mailen, öfter aufstehen und ein wenig herumlaufen, die Treppe statt dem Aufzug benutzen. Ein paar kleine Übungen in den Arbeitspausen können dies ergänzen. Anleitungen gibt es häufig im Internet. Einige Unternehmen bauen sie auch in ihre betrieblichen Sportkonzepte ein. Bei Berufen mit vielen körperlichen Tätigkeiten rät Mayer dazu, möglichst oft zu versuchen, aus monotonen Bewegungsformen herauszukommen.

Tag der Rückengesundheit

Rund um die Aufklärung über Therapie und Prävention von Rückenschmerzen werden im Umfeld des Tages der Rückengesundheit von Praxen, Rückenschulen und Apotheken Schnupperkurse, Workshops und Infoveranstaltungen angeboten.


Viele Rückenzentren öffnen ihre Türen und informieren über Ursachen und mögliche Maßnahmen gegen Rückenschmerzen. Beratungsgespräche, Vorträge und Analysen der Rückenmuskulatur werden angeboten.

Wer sich am Tag der Rückengesundheit (15.3.) bei AGR-Coach.de anmeldet, kann das Online-Fitnessprogramm umfangreiche Programm acht anstatt sonst vier Wochen kostenlos testen. Alle Veranstaltungen, Aktionen und Angebote zum Tag der Rückengesundheit finden sich im Internet.

Internet: www.agr-ev.de/tdr

Bei der Ergonomie geht es also nicht vorrangig um Schonung oder Entlastung des Muskel-Skelett-Systems, sondern um eine regelmäßige, aber richtige Belastung. So sollte der Rücken nicht dauerhaft entlastet und Bück- sowie Hebevorgänge nicht grundsätzlich vermieden werden. Wichtig wird dabei die Dynamik in der Wortschöpfung, die sowohl den Wechsel der Körperhaltungen und Körperbewegungen, als auch zwischen Be- und Entlastung fordert.

Nicht zuletzt soll auch die Weiterentwicklung entsprechender Alltagsprodukte wie Sitzmöbel mitschwingen. Für „Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnis in deren Gestaltung“, gebe es immer noch Spielraum, weiß Mayer., also Gegenstände, die Ergodynamik im Alltag fördern.

Von Gerald Dietz

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