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Bewusstsein für gesünderes Leben

Verantwortung für den Körper Bewusstsein für gesünderes Leben

Das Gesundheitsbewusstsein in Deutschland nimmt zu. Das zeigen Untersuchungen etwa des Robert-Koch-Instituts. Der Anteil der Menschen, die Sport treiben, wächst weiter an. Auch bei der Wahl der Lebensmittel wird gezielter nach den Belastungen für den Körper gefragt. Aber viele fühlen sich bei ihren Entscheidungen allein gelassen.

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Um gesund zu leben, gilt es einiges zu beachten.

Quelle: dpa

Potsdam. Gesundheit ist ein unschätzbares Gut. Neben gesunder Ernährung und Stress-Vermeidung trägt vor allem regelmäßige Bewegung dazu bei – in geschlossenen Räumen oder bald mit sich bessernder Witterung auch wieder öfter an der frischen Luft. Voraussetzung ist aber, die Verantwortung für die eigene körperliche und seelische Gesundheit zu übernehmen. Da ist man hierzulande offenbar auf einem guten Weg.

Das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen nimmt insgesamt zu: In einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) bewerten die meisten Befragten ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. Der Anteil der Sporttreibenden steigt und 47 Prozent der Erwachsenen geben an, noch nie geraucht zu haben. Gesundheitsbewusstsein spielt auch bei der Wahl der Lebensmittel zunehmend eine Rolle: 34 Prozent schränken laut einer von Nestlé beauftragten Studie ihren Fleischkonsum bewusst ein, und gut vier Prozent ernähren sich vegetarisch oder vegan.

Drei Viertel der Deutschen fühlen sich indes laut einer Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse gewissermaßen allein gelassen mit ihrem wachsenden Gesundheitsbewusstsein: Sie vermissen Informationen und angemessene Beratung.

Frauen gehen häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen

Insgesamt leben Frauen offenbar gesünder als Männer. Bei einer vom Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline durchgeführten Umfrage zum „Gesundheitsbewusstsein der Deutschen“ sieht der Großteil der Befragten Frauen diesbezüglich vorn. Jeder dritte Mann geht demnach erst zum Arzt, wenn er sich auch wirklich krank fühlt. Im Vergleich dazu nehmen etwa 83 Prozent der Frauen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch oder nutzen den Check-Up 35, den gesetzliche Krankenkassen ab dem 35. Lebensalter alle zwei Jahre zur Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie bei Diabetes übernehmen.

Mit bestimmten Vorsorgemaßnahmen lassen sich viele Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Grippe oder Masern vermeiden. Für die Teilnehmer der Umfrage steht ein „gründliches Händewaschen“ dabei an erster Stelle. Auch hier liegt der Anteil der Frauen höher als der des männlichen Geschlechts.

Krankenkassen plädieren für Impfungen

Etwa gleich viele Frauen und Männer geben als zweithäufigste Vorkehrung an, sich impfen zu lassen. Das RKI hat erst jüngst wieder ein erhöhtes Gripperisiko für Teile Brandenburgs gemeldet. Krankenkassen appellieren weiter, über Impfungen nachzudenken.

Obwohl das Impfen zum Schutz vor Infektionskrankheiten bei der Umfrage an zweiter Stelle rangiert, geben nur 42 Prozent der Frauen und Männer an, entsprechende Vorbeugung auch zu nutzen. Auch die Kaufmännische Krankenkasse hat unlängst vor Impfmüdigkeit gewarnt: Während sich 2009 noch jeder fünfte Versicherte gegen Grippe impfen ließ, war es 2014 nur noch jeder siebte.

Die große Masernwelle Anfang 2015 hat gezeigt, dass Deutschland noch weit von einer Ausrottung des tückischen Virus entfernt ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) musste ebenso das Ziel der Maserneliminierung auf das Jahr 2020 verschieben. Insgesamt wurden im Jahr 2015 rund 2500 Masernfälle in Deutschland gemeldet.

Von Gerald Dietz

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