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Eisi Gulp zelebriert: „Hackedicht“ besser nicht

Präventionsprojekt für Schüler Eisi Gulp zelebriert: „Hackedicht“ besser nicht

180 Mädchen und Jungen der Duncker-Oberschule und der Pestalozzischule Rathenow haben am Dienstag an einem ungewöhnlichen Projekt teilgenommen. Der Kabarettist und Schauspieler Eisi Gulp versuchte mit dem Bühnenprogramm „Hackedicht – oder was?“, sie zum kritischen Nachdenken über Alkohol anzuregen.

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Mit Witz, Schauspiel und Tanz klärte Eisi Gulp über Alkohol und Drogen auf.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. „Für mich ist es cool, wenn du die Birne einschaltest!“, ruft Eisi Gulp in den Saal. Der bekannte Kabarettist und Schauspieler hat am Dienstag in der Weinbergaula versucht, rund 180 Mädchen und Jungen der Duncker-Oberschule und der Pestalozzischule Rathenow zum kritischen Nachdenken über Alkoholkonsum anzuregen. Auch gegen Rauchen und Drogenmissbrauch zog er mit seinem Bühnenprogramm „Hackedicht – oder was?“ zu Felde. Jugendliche fänden es cool, entwarf er ein Bild, ganz locker mit einer Zigarette dazustehen, um reif und erwachsen zu wirken. Dabei gebe es „nichts Dümmeres als zu rauchen“. Und warum trinke man Alkohol? Es gehe um das „angenehme Gefühl der Hemmungslosigkeit“.

Schüler wollen Stärke zeigen durch Alkohol- und Drogenkonsum

„Alkohol ist ein Thema in vielen Familien“, hat Petra Smyczek, Leiterin der Pestalozzischule, vor Beginn des Programms erklärt. Nicht wenige Schüler meinten, sie würden Stärke zeigen durch Alkohol- und Drogenkonsum. Da könne man sich als Pädagoge nichts Besseres wünschen, als die Mädchen und Jungen durch einen Profi für die Risiken zu sensibilisieren und auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Eisi Gulp gab am Rande zu, auch eigene Erfahrungen in dem Metier zu haben. Doch sei er nicht wie andere Leute „abgestürzt“ und habe sich nicht wie viele Kollegen „kaputt gemacht“.

In Anlehnung an eine Kabarettnummer über Drogen hatte der aus Bayern stammende Eisi Gulp vor 13 Jahren mit dem Jugendamt München ein Bühnenprogramm für Schüler entworfen. Seit nunmehr fünf Jahren ist sein „Hackedicht – oder was?“ ein gemeinsames Präventionsprojekt der Krankenkasse Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes. Duncker-Oberschule und Pestalozzischule hatten sich gemeinsam darum beworben, weil die Wohnbereiche ihrer Schüler ähnlich sind. Das Bühnenprogramm ist nur der Auftakt, um das Interesse der Schüler am Thema zu wecken. Zeitnah kommt nun ein Team des Suchthilfevereins „Condrobs“ nach Rathenow, um bei den Schülern durch vertiefende Aussprachen eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Für die Eltern gibt es noch einen Gesprächsabend und am Ende erhalten die Schulen von den Organisatoren ein Teilnahmezertifikat.

Von Bernd Geske

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