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Diakonissenhaus Teltow wird 175 Jahre

Jubiläumsjahr gestartet Diakonissenhaus Teltow wird 175 Jahre

Was 1841 in Berlin für weibliche Gefangene und „fehlgeleitete junge Frauen“ begann, setzt das Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin heute als Unternehmensverbund mit mehr als 50 Einrichtungen mit modernen Standards, Fachkompetenz und Nächstenliebe fort. Der Veranstaltungsreigen beginnt mit einer Ausstellung von Schwester Rosemarie, die seit 58 Jahren Diakonisse ist.

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Die Künstlerin, Schwester Rosemarie Wald (Mitte), und ihre Werke fanden viel Aufmerksamkeit im Diakonissenhaus Teltow.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Draußen ist es weiß und kalt, innen farbenfroh und warm. Das Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin feiert 2016 seinen 175. Geburtstag und schmückt sich zum Start des Veranstaltungsreigens mit einer Ausstellung. Am Montag wurde die Schau mit Werken der Diakonisse Schwester Rosemarie Wald im Mutterhaus an der Lichterfelder Allee eröffnet.

Die Bilder der 76-jährigen Frau strahlen lebensfroh und dynamisch und zogen sofort die Blicke von Besuchern, Freunden und Kollegen auf sich. Die meisten Bilder haben keinen Titel, denn „auf den naturalistischen erkennen Sie selbst, was gemeint ist und bei den abstrakten können Sie mit Ihren Augen spazieren gehen, um was zu entdecken“, sagte die Diakonisse in ihrer herzlich-direkten Art.

Seit nunmehr 58 Jahren hält sie dem Hause die Treue. Als Sekretärin hatte sie nicht nur die Büroarbeiten 30 Jahre lang im Griff, sondern jagte als „Mädchen für alles“ auch mit einem feuerroten Wartburg über die Straßen. Die Polizisten bezeichneten sie als „die Schwester ohne Kniescheibe“, weil sie offenbar immer mit ausgestrecktem Bein aufs Gaspedal gedrückt hat. „Ich habe alles besorgt – vom Schweinefleisch bis zur Blutkonserve“, erinnert sich die gebürtige Berlinerin, die seit 1985 Teltowerin ist. Fünf Oberinnen und verschiedene Vorsteher hat sie erlebt. Sie sei ein wahres „Urgestein“, auch wenn der Begriff nicht wirklich schön sei, sagte Dr. Gundula Grießmann, Personalvorstand und Oberin, und lobte die langjährige Tätigkeit und künstlerische Arbeit der Diakonisse für dieses Haus.

Das Diakonissenhaus in Teltow begeht in diesem Jahr sein 175

Das Diakonissenhaus in Teltow begeht in diesem Jahr sein 175. Bestehen.

Quelle: Claudia Krause

Dessen Geschichte geht auf eine Initiative von Frauen zurück, die sich ab 1841 in Berlin für weibliche Gefangene und „fehlgeleitete junge Frauen“ einsetzte. Heute ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin ein diakonischer Unternehmensverbund mit mehr als 50 Einrichtungen – von Kindertagesstätten über Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Altenpflegeeinrichtungen über Schulen und Beratungsstellen bis hin zu Krankenhäusern und Hospizen.

Mehr als 2500 Menschen setzen die vor 175 Jahren begonnene Arbeit mit fachlicher Kompetenz, modernen Standards und christlicher Nächstenliebe fort. Regionale Schwerpunkte bilden neben Teltow, Lehnin und Berlin die Oderregion mit Frankfurt (Oder) und Seelow, Luckau, Ludwigsfelde und Lauchhammer. Höhepunkt in der Arbeit des Unternehmensverbundes ist im Jubiläumsjahr die feierliche Eröffnung des Neubaus für die Klinik für Geriatrie der Lutherstift gGmbH am 25. Januar in Frankfurt (Oder). Mit dem Neubau für rund 13 Millionen Euro verbessern sich die Möglichkeiten für die medizinische Versorgung älterer Menschen. Einen Monat später, am 25. Februar, findet in Teltow das dritte Ethikforum statt. Es steht unter dem Thema „Beziehungsweise. Pflegen, heilen und begleiten von Mensch zu Mensch“.

Angesichts der Flüchtlingsproblematik will das Diakonissenhaus im Bundesfreiwilligendienst Einsatzmöglichkeiten für Flüchtlinge schaffen. Zur Betreuung dieser Personengruppe wird eine weitere Person im Vorstandsbereich als Referent für Freiwilligendienste angestellt. Derzeit läuft dafür die Ausschreibung.

Feste zum Jubiläum

Auch das 175. Jahresfest des Diakonissenhauses am Sonntag, dem 1. Mai, wird ganz im Zeichen des Jubiläums stehen.

Ein weiterer Höhepunkt wird das Festwochenende vom 17. bis 19. Juni sein: Da feiern das Diakonissenhaus und der Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser gemeinsam ein Doppeljubiläum mit einem Sterntreffen in Teltow und einem Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Kaiserswerther Verband feiert 2016 sein 100-jähriges Bestehen.

Von Claudia Krause

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