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Feuchtwarmes Wetter erhöht Zecken-Gefahr

Gesundheit Feuchtwarmes Wetter erhöht Zecken-Gefahr

Heiße Tage und abends Gewitter: Zecken mögen die aktuelle Witterung in vielen Regionen Deutschlands und sind aus diesem Grund besonders aktiv. Das erhöht die Gefahr, sich mit Krankheiten wie Borreliose anzustecken.

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Ist das Wetter feucht und warm, sind Zecken besonders aktiv. Das hat ein größeres Borreliose-Risiko zur Folge. Wer im Grünen unterwegs war, sollte sich gründlich absuchen.

Quelle: Patrick Pleul

Hannover. Viele Menschen sind derzeit von Zeckenstichen betroffen. "Das liegt an den Temperaturen, die zur Zeit herrschen, aber auch an unserem Verhalten. Wir sind jetzt eher draußen", erläuterte Masyar Monazahian, Virologe beim niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Wer sich lange und ungeschützt im Freien aufhält, riskiert, sich mit einer von den Parasiten übertragenen Krankheit zu infizieren. Die häufigste dieser Erkrankungen in Deutschland ist die Lyme-Borreliose. "Wichtig ist, schnell zum Arzt zu gehen", empfiehlt Monazahian. Borreliose wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Eine vorbeugende Impfung gibt es nicht.

Die ebenfalls von Zecken verursachte Hirnhautentzündung FSME ist weit gefährlicher. Es gibt Risikogebiete, wo der FSME-Erreger besonders stark verbreitet ist. "Wer nach Bayern, Baden-Württemberg oder auch nach Schweden, Norwegen oder Dänemark reist, sollte sich in jedem Fall schützen", sagte Monazahian.

Auch im heimischen Garten ist niemand vor Zecken sicher. Die Parasiten meiden nur frisch gemähten Rasen oder dichten Wald. Aber: "Es ist ein Irrglaube, dass Zecken von den Bäumen fallen", sagte der Virologe.

Ein Stich lässt sich durch Zeckenschutzmittel vorbeugen. "Am besten das Mittel alle zwei Stunden auftragen", rät Monazahian. Nach dem Aufenthalt im Grünen sollte sich jeder absuchen und die Kleidung ausschütteln. Die Zecken bleiben unter Umständen selbst im Haus, wenn man die Kleidung sofort wäscht. Die Krabbeltiere können schwimmen und überleben sogar einen 40-Grad-Waschgang.

Die Biologin Dania Richter von der Technischen Universität Braunschweig warnte vor Panikmache, sagte aber gleichzeitig: "Vorsichtsmaßnahmen sollten zur Routine werden, ähnlich wie das Zähneputzen."

dpa

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