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Großes Interesse an neuer Tagesklinik

KMG-Klinikum Pritzwalk Großes Interesse an neuer Tagesklinik

Großes Interesse herrschte am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im KMG-Klinikum in Pritzwalk. Bei Führungen durch das Haus wurde auch die neue geriatrische Tagesklinik vorgestellt, die erst vor wenigen Tagen eröffnet worden ist. Ältere Menschen werden hier nach Operation wieder fit gemacht für den Alltag in den eigenen vier Wänden.

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Das Besucherinteresse war groß, vor allem an der geriatrischen Tagesklinik.

Quelle: Michael Beeskow

Pritzwalk. Wie nicht anders zu erwarten, stand die neue Tagesklinik für Geriatrie im Mittelpunkt des Interesses beim Tag der offenen Tür im Pritzwalker KMG-Klinikum. Am Montag waren die ersten drei Patienten aufgenommen worden und am Samstag zum Tag der offenen Tür waren es schon sieben. Den vielen Fragen der Besucher stellte sich Anne-Grit Bialojan, Chefärztin und Ärztliche Direktorin zugleich. Deutlich war ihr die Freude anzumerken, dass der Aufbau der Klinik gelungen und damit in Pritzwalk ein Angebot für ältere Menschen entstanden ist, das nicht so schnell seinesgleichen findet.

Erst in Neuruppin befindet sich die nächste derartige Tagesklinik. Und das wissen offenbar die Patienten zu schätzen. Angesichts des Zuspruchs bereits in der ersten Woche stellte die Chefärztin fest: „Besser geht es nicht.“ Die Tagesklinik verfügt über zehn Plätze. Da jedoch nicht immer alle Patienten fünf Tage im Stück, sondern auch an einzelnen Tagen in der Woche betreut werden, könnte die Tagesstation auch mal mehr als zehn Personen aufnehmen.

Apfel oder Paprika

Apfel oder Paprika? Die Jugendfeuerwehr aus Falkenhagen beim Ertasten von Gegenständen. Auch für Kinder gab es einiges zu entdecken.

Quelle: Beeskow

Die Tagesklinik für Geriatrie, so erklärte die Chefärztin auf Nachfragen, ist nicht mit einer Tagesklinik von Pflegeeinrichtungen zu vergleichen, in denen etwa an Demenz Erkrankte tagsüber zur Entlastung ihrer Angehörigen beschäftigt werden. „Dort übernehmen Pflegekräfte die Betreuung, hier sind es Ärzte, Schwestern und Therapeuten“, merkte Anne-Grit Bialojan an. Die geriatrische Tagesklinik ist für Patienten nach einer Operation gedacht, um sie wieder fit für den Alltag zu machen. Aber auch der Hausarzt kann eine Einweisung vornehmen. Aufgrund ärztlicher Untersuchung werden Medikamente verabreicht, die Patienten nehmen ihre Medikamentenschälchen am Abend mit nach Hause.

Das Entscheidende ist allerdings, dass den Patienten in der Tagesklinik eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten geboten werden, die sie in diesem Umfang von Zuhause aus nicht nutzen könnten. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Sozialdienst sind hier gebündelt. So sind in relativ kurzer Zeit relativ viele Anwendungen möglich. Zwischendurch können die Patienten beinahe wie in den eigenen vier Wänden ihr Mittagsschläfchen halten. Die Besucher konnten es sich auch einmal auf einem der modernen Relax-Sesseln bequem machen. Bei Bedarf, so zeigte die Chefärztin, kommt auch per Knopfdruck ein Bett aus einem Schrank hervor, auf dem der Patient mit seinem Kuschelkissen und einer Tagesdecke den Mittagsschlaf genießen kann.

Die Therapie, die hier geboten wird, ist alltagsorientiert. In den Übungen wird die Motorik beim Zubereiten eines Essens, beim Treppensteigen oder beim Annähen eines Knopfes geschult. Nicht um abstraktes Üben geht es, sonder darum, die Patienten wieder fit für ihren Alltag zu machen. „Die Patienten können ihre Alltagstauglichkeit erproben“, erklärte Anne-Grit Bialojan. Ein Rollstuhlfahrer kann hier auch erproben, wie es mit der Toilette oder dem Duschen klappt.

In der Chirurgie durften sich Besucher auch mal als Operateur erproben, allerdings nicht an einem Patienten

In der Chirurgie durften sich Besucher auch mal als Operateur erproben, allerdings nicht an einem Patienten.

Quelle: Beeskow

Am Tag der offen Tür stellte sich das ganze Haus vor, vom Röntgen bis zur Chirurgie. Dort konnten Besucher auch sogar eine Knopf-OP vornehmen, durch eine kleine, knopfgroße Öffnung den Blinddarm oder einen Leistenbruch operieren. Natürlich nur in Form einer Simulation.

Von Michael Beeskow

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