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Hennigsdorf: Tuberkulose-Fall in der Kita

Gefährliche Lungenkrankheit Hennigsdorf: Tuberkulose-Fall in der Kita

In der Hennigsdorfer Kita „Pünktchen und Anton“ gibt es einen Fall von Tuberkulose. Ein Junge aus der Kleinkindgruppe wurde positiv getestet. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes suchen nun Personen, die mit dem Kind in Kontakt gekommen sind, um die Ausbreitung zu verhindern. Ob weitere Kinder infiziert sind, ist bislang unklar. Indes geht der Kita-Alltag weiter.

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Die Kita Pünktchen und Anton.
 

Quelle: Verwaltung

Hennigsdorf. Der Anruf am Dienstag schockte eine ganze Kita. „Eltern sagten  mir, dass bei ihrem Sohn Tuberkulose diagnostiziert wurde“, sagt Diana Fritschler-Tesmer, Leiterin der Hennigsdorfer Kita „Pünktchen und Anton“. Der  Junge hatte bereits  wochenlang gefehlt und im Krankenhaus gelegen. Seit Mittwoch steht das Telefon nicht mehr still, besorgte Eltern erkundigen sich nach dem Fall – immerhin geht es um eine ansteckende Lungenkrankheit. „Wir möchten eine Panik vermeiden“, sagt Diana Fritschler-Tesmer.

Der Junge stammt aus einer  Gruppe mit 18 Kleinkindern bis drei Jahre in der Kita. Ob andere Kinder angesteckt wurden, ist derzeit unklar. „Es handelt sich nach den uns vorliegenden Informationen aber um keine offene TBC“, erklärt Ronny Wappler, Sprecher des Landkreises. Die Krankheit sei also weitaus weniger ansteckend als die gefährlichere offene Variante. Dennoch sind Mitarbeiter des Fachbereiches Gesundheit in der Kreisverwaltung bemüht, eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Inkubationszeit beträgt sechs bis acht Wochen, der Junge könnte also andere angesteckt haben, die davon noch nichts merken. Deshalb müssten alle engen Kontaktpersonen  in den vergangenen zwei bis sechs Monaten ausfindig gemacht werden. Das sind Menschen, die häufigen und engen Kontakt zu dem Jungen hatten, also etwa im familiären Umfeld oder  Freunde in der Kita. „Wir stehen dazu in  Kontakt mit dem Gesundheitsamt und den Eltern des Jungen, so Diana Fritschler-Tesmer.

 
In der Kita geht der Alltag so gut wie möglich weiter, die betroffene Gruppe  wurde nicht  geschlossen. „Wenn es sein muss, werden wir aber alle einen Tuberkulose-Test machen“, so die Kita-Leiterin.
Unter den Eltern verbreitete sich die Nachricht schnell. „Ich habe meinen Sohn heute vorsichtshalber zuhause gelassen“, sagt Katrin Kolbüken. Ihr Evin (4) ist zwar in einer anderen Kita-Gruppe, sorgen macht sich die 35-Jährige aber doch. „Das ist ja kein Scharlach, sondern schon eine ernste Krankheit“, so die junge Mutter.

Auch die Hennigsdorfer Stadtverwaltung beschäftigt der Fall, am Mittwoch  wurde in der Kindertagesstätte noch eine Information zum Krankheitsfall – der Junge ist übrigens kein Kind von Asylbewerbern – ausgehängt. „Wir nehmen den Fall sehr ernst, wollen aber dennoch auch besonnen handeln“, so Ilona Möser, Sprecherin der Verwaltung.

Von Marco Paetzel

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