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Initiative Dorfplatz sucht Raum für Flüchtlingstreff

Hilfe aus der Mitte Stahnsdorfs Initiative Dorfplatz sucht Raum für Flüchtlingstreff

Die beiden Stahnsdorferinnen Britta Braun und Bettina Schmidt-Faber wollen die Bewohner enger mit den Flüchtlingen aus den Heimen zusammen bringen. Doch ihr größtes Problem ist es, einen mietfreien Raum als Treffpunkt zu finden. Wünschenswert wäre ein Domizil gleich am Dorfplatz.

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Die Initiative Dorfplatz um Britta Braun (5.v.r.) und Bettina Schmidt-Faber (4.v.r.) haben am Mittwoch Plätzchen mit Flüchtlingen im Jugendzentrum „Clab“ gebacken.

Quelle: privat

Stahnsdorf. Aus der Mitte des Ortes hat sich die Initiative Dorfplatz gegründet, die sich für Flüchtlinge und vor allem für die Kommunikation mit ihnen einsetzt. „In Stahnsdorf sind zwar die Flüchtlingsheime, aber wir haben keinen festen Treffpunkt, um miteinander kommunizieren zu können“, sagt Britta Braun. Sie und Bettina Schmidt-Faber, die für die Grünen in der Gemeindevertretung sitzt, wollen nach dem Vorbild des Sonntags-Cafés der evangelischen Gemeinde Kleinmachnow ähnliches etablieren, das sich als Anlaufpunkt herumspricht. Da die Fluktuation in den Heimen an der Ruhlsdorfer Straße groß sei, sollte der Treff konstant bleiben. Vorstellbar sei laut Braun, die am Dorfplatz wohnt, dass es dort ein- oder zweimal im Monat eine Art Näh-, Strick – und Basteltreff gibt. Dass man Rezepte oder kleine nationale Köstlichkeiten austauscht, Musik hört, musiziert und redet“. Es gebe unter den Flüchtlingen eine Frau, die in Kabul eine Nähstube hatte. „Wir bräuchten also eine oder mehrere Nähmaschinen“, wünscht sich Braun. Auch zwei Dolmetscherinnen gehören zu den Aktiven. Etwa 30 Prozent der Dorfplatz-Bewohner würden sie schon unterstützen, sagt Braun. Die Stahnsdorferin Diana Küch hilft mit Farsi, und ihre Schwester kommt extra aus Berlin-Charlottenburg, um ebenfalls für Iraner zu übersetzen. Dringend nötig sei jemand mit Arabisch-Kenntnissen. Doch ihr größtes Problem ist ein mietfreier Raum. Wünschenswert wäre ein Domizil gleich am Dorfplatz. Die Kirchengemeinde wurde angefragt. Aber auch der künftige Seniorentreff in der Lindenstraße 22 wäre gut. Rosemarie Kaersten, die Vorsitzende des Seniorenbeirates, sagte auf Nachfrage: „Selbstverständlich können wir uns dort eine Zusammenarbeit vorstellen.“ Man habe selbst schon Bekleidung und Spielsachen für Flüchtlinge gesammelt. Doch da der Treff noch nicht eröffnet werden kann, schaffe man alles in die „Schatzkammer“ nach Kleinmachnow, so Kaersten. Der Landkreis habe die einstige Gewerbeeinheit im Erdgeschoss Lindenstraße 22 noch nicht umgewidmet für einen Begegnungstreff.

Britta Braun und ihre Helfer hatten im Sommer bereits ein Picknick auf dem Dorfplatz mit 30 Flüchtlingen organisiert, ein gemeinsames Kochen im Jugendzentrum „Clab“ und am Mittwoch fand dort ein Plätzchenbacken statt. Britta Braun und andere Trainerinnen übernehmen 2016 im Heim Yoga-Kurse für Flüchtlingsfrauen. „Sie gehen doch nicht alleine raus, deshalb gehen wir zu ihnen“, sagt die Yoga-Lehrerin.

Info: Wer mit einem Raum helfen kann, melde sich: 03329/69 08 66.

Von Claudia Krause

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