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Kinder sollen besser betreut werden

Asylbewerber in Oberhaveler Gemeinschaftsunterkünften Kinder sollen besser betreut werden

Wie es Kindern und Jugendlichen in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Oberhavel geht, damit haben sich die Mitglieder des kreislichen Jugendhilfeausschusses beschäftigt.

Von den 1914 Asylbewerbern, die zum 31. März dieses Jahres in Oberhavel erfasst waren und deren Asylverfahren läuft, sind 452 Personen unter 18 Jahre alt.

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Spaß bei einer Feier am Asylbewerberheim in Lehnitz.

Quelle: Robert Roeske

Oberhavel. Wie es Kindern und Jugendlichen in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Oberhavel geht, damit haben sich die Mitglieder des kreislichen Jugendhilfeausschusses beschäftigt.

Von den 1914 Asylbewerbern, die zum 31. März dieses Jahres in Oberhavel erfasst waren und deren Asylverfahren läuft, sind 452 Personen unter 18 Jahre alt. Von ihnen leben 308 in Gemeinschafts- oder Notunterkünften. Hinzu kommen weitere 90 Kinder und Jugendliche, deren Asylantrag bereits entschieden ist, aber die noch immer in den Heimen wohnen. Denn sie oder ihre Eltern haben noch keine Wohnung gefunden.

13 Prozent aller Asylbewerber in Oberhavel sind Vorschulkinder, zehn Prozent schulpflichtige Kinder. Kinder im Alter bis zu drei Jahren würden meist von den Eltern betreut. „Doch ab drei Jahre sind sie gut in Kitas aufgehoben, weil sie sich dann leicht integrieren können“, sagte Johannes Kühl, Fachbereichsleiter für Soziales und Integration in der Kreisverwaltung. Die Sozialarbeiter würden deshalb die Eltern von über Dreijährigen intensiv beraten. Natürlich sofern Kita-Plätze zur Verfügung stünden, so Kühl.

„Die Schulpflicht funktioniert reibungslos“, schätzte Kühl ein. Anfangs seinen die Kinder in Willkommensklassen unterrichtet worden, um sie schulfähig zu machen. Doch zunehmend gehe es direkt in die Regelschulen, laut Kühl mit „guten Erfahrungen“. Manchmal „versäumen Kinder, in die Schule zu gehen“, doch Sozialarbeiter würden da gleich einhaken und mit den Eltern reden. So könne man schnell Einfluss auf Fehlentwicklungen nehmen, berichtete der Fachbereichsleiter.

In den Gemeinschaftsunterkünften gibt es zunehmend Spielzimmer für die kleinen Kinder. Wer Spielzeug spenden wolle, hieß es, solle nur abwaschbares bringen. Auch Gewalt und Enge in den Heimen war ein Thema im Ausschuss. Damit Familien besser untergebracht werden können, sollen demnächst alle Neuankömmlinge in der Asylunterkunft an der André-Pican-Straße 40 in Oranienburg aufgenommen werden. Innerhalb von zwei Wochen werden sie dann auf andere Objekte in Oberhavel verteilt. Seit 1. April ist ein Sozialarbeiter in der Unterkunft statt für 120 Asylbewerber nur noch für 80 zuständig. Man habe zwar bislang kein extra pädagogisches Personal für den Kinderschutz, doch mit dem besseren Betreuungsschlüssel „können sich unsere Pädagogen intensiver um die Kinder kümmern“, sagt Kühl.

Von Marion Bergsdorf

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