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Krebserregende Stoffe in vielen Kuscheltieren

Stiftung Warentest Krebserregende Stoffe in vielen Kuscheltieren

Mit Hund Smiki von Spiele Max, dem Lamm von Kik und der Heunec Janosch Tigerente machen Sie nichts falsch. Doch Vorsicht beim Kauf von Kuscheltieren! In vielen Plüschtieren stecken Schadstoffe, wie Stiftung Warentest in einem aktuellen Test herausfand. Ein Experte erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte.

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Stiftung Warentest hat verschiedene Plüschtiere unter die Lupe genommen.

Quelle: Bodo Marks/Symbolbild

Berlin. Kleine Kinder nehmen ihr Plüschtier gerne mit ins Bett, knuddeln es und nehmen vielleicht auch Teile in den Mund. Für Eltern ist daher besonders wichtig, dass das Tier keine Schadstoffe enthält und sicher ist. Viele Plüschtiere haben allerdings laut der Stiftung Warentest Mängel, darunter auch solche von namhaften Herstellern wie Käthe Kruse, Kösen, Sigikid und Steiff.

Krebserzeugende Stoffe in vielen Kuscheltieren

Die Experten prüften insgesamt 30 Teddys und andere Plüschtiere - 21 von ihnen bekamen die Note mangelhaft ("test"-Ausgabe Dezember 2015), gerade einmal 8 sind empfehlenswert. 19 der 30 Produkte enthalten kritische Mengen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Einzelne dieser Verbindungen können Krebs erzeugen. Einfach auswaschen lassen sich diese PAK nicht. Krebserzeugende PAK sind nicht akut giftig, sondern wirken langfristig im Organismus. Bei drei Produkten reißen die Nähte zu schnell zu weit auf. Kinder könnten die Füllung herauspulen und in den Mund stecken. 

Die Testliste bei Stiftung Warentest >

Scharfe Kritik an den Spielzeugherstellern

Holger Brackemann von der Stiftung Warentest kritisiert die Spielzeughersteller scharf: „Ich kenne aus unseren Tests keine andere Branche, die mit so konstanter Regelmäßigkeit gesetzliche Sicherheitsbestimmungen nicht einhält“. Auch beim EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, Rapex, belegten Spielsachen im vergangenen Jahr mit 650 Meldungen den unrühmlichen ersten Platz, so Brackemann.

Vor dem Kauf Knuddel-Test

Ralf Diekmann vom Tüv Rheinland empfiehlt Eltern, schon beim Kauf den Knuddel-Test zu machen: "Man sollte es in die Hand nehmen, die Nähte anschauen und dran schnuppern." So können Eltern zumindest einen ersten Eindruck vom Produkt bekommen. Kleinteile wie Augen oder Knöpfe sollten gut vernäht und die Nähte am Tier sauber verarbeitet sein. Kritisch könne es werden, wenn in dem Tier spitze Drähte sind oder es Füllmaterial aus winzigen Kunststoffkugeln enthält. Diese könnten Kinder einatmen, falls Nähte aufgehen. Auch, wenn ein Plüschtier unangenehm riecht, empfiehlt der Experte im Zweifel: "Finger weg!"

Auf das CE-Siegel achten

Generell müssen Plüschtiere - wie auch anderes Spielzeug - mit dem CE-Siegel gekennzeichnet sein. Hinweise etwa auf besondere Funktionen wie eine Spieluhr im Inneren oder Elektrik müssen in deutscher Sprache auf der Packung oder einem Schildchen stehen. Und Diekmann empfiehlt, bei Händlern zu kaufen, die man kennt und wo das Produkt im Zweifel umgetauscht werden kann. Also beispielsweise besser nicht auf Märkten oder bei einem anonymen Verkäufer im Internet.

dpa

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