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Meditation mit Hengsten

Abschalten auf der Stutenmilchfarm in Bredow Meditation mit Hengsten

Elvira Hagen bietet in Bredow Meditationen mit speziell ausgebildeten Kaltbluthengsten an. Dabei können Interessenten in einem offenen Stall auf besondere Art und Weise entspannen und sich wohl fühlen.

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Heilpraktikerin Elvira Hagen mit drei ihrer Besucherinnen, die die Meditationen mit den kraftvollen Tieren zu schätzen wissen.

Quelle: Andreas Kaatz

Bredow. Die Augen sind geschlossen. Nur die Ohren nehmen wahr, was in der Umgebung passiert. Ständig raschelt Heu, hin und wieder ist das Schnauben eines Pferdes zu hören oder das malmende Geräusch, wenn ein mächtiges Gebiss Halme zerkleinert. Dazwischen die beruhigenden Worte von Elvira Hagen. Sie nimmt die Teilnehmer der Meditation mit auf eine Reise zu einem von ihnen selbst gewählten Ort, weg von der Hektik des Alltags. Wenn sich dann die Augen wieder öffnen, blickt man auf die kraftvollen Kaltbluthengste vor sich, die in dem offenen Stall gesenkten Kopfes Heu fressen – scheinbar unbeeindruckt von den vielen Zweibeinern auf ihren Stühlen.

Heilpraktikerin Elvira Hagen hat wieder zur Meditation mit speziell ausgebildeten Kaltbluthengsten auf die Stutenmilchfarm in Bredow eingeladen. Regelmäßig einmal im Monat können dort Interessenten Hektik, Stress oder auch Frust hinter sich lassen. Zehn Kaltbluthengste helfen ihnen dabei - allein mit ihrer Anwesenheit, ihrer Ausstrahlung. Ausgebildet hat sie Elvira Hagen selbst. „Die Tiere wurden auf dem Hof geboren und ich war bei allen Geburten dabei, habe sie großgezogen“, sagt sie über ihre Hengste, die von klein auf in der Gruppe leben. So wie auch Navajo. „Das ist der Chef hier“, weist sie stolz auf eines der Tiere mit mächtiger Mähne. Wie seine Mitstreiter wurde Navajo nie geritten oder vor einen Wagen gespannt, ist auch nicht beschlagen.

Seit neun Jahren bietet Elvira Hagen diese spezielle Form der Meditation an. „Wir hatten auch vorher schon öfter Reisegruppen, die auf den Hof kamen. Manche Teilnehmer meinten, dass sie in der Nähe der Tiere besser atmen konnten oder dass sie sich einfach wohler fühlten. Da habe ich erst gemerkt, was wir für Schätze hier haben“, sagt sie mit Blick auf ihre Pferde, von denen es derzeit insgesamt 27 auf dem Hof gibt.

Aus dem ganzen Bundesgebiet kommen Interessenten, um an Meditationen teilzunehmen. Vor allem Frauen nutzen das Angebot, so wie Claudia Matzanke. Die Radiologieassistentin hatte vor etwa fünf Jahren davon erfahren und möchte es nicht mehr missen. „Als ich heute während der Arbeit mal kurz Zeit hatte, dachte ich an den geplanten Ausflug zur Stutenmilchfarm und hatte schon gute Laune“, sagt sie. „Die Meditation holt einen gut herunter, bringt mich zur Ruhe.“ Ähnlich geht es Daniela Enners. Die Beraterin im Gesundheitsbereich hatte noch nie ein Pferd angefasst, bevor sie zur Stutenmilchfarm kam. „Den Respekt vor den Tieren habe ich noch heute. Aber von Anfang an war ich von ihnen fasziniert, auch von der Atmosphäre im Stall, vom Geruch dort“, sagt sie. Hannelore Schild-Vogel fügt hinzu: „Die Pferde helfen uns, dass wir uns auf unseren Kern besinnen können.“

Stutenmilchfarm Bredow

Die Stutenmilchfarm Grüne Oase wurde 1996 in Bredow gegründet und stellt unter anderem Naturkosmetik aus Stutenmilch her. Bei den Stuten handelt es sich um russische Lastpferde, eine spezielle Rasse zur Milchgewinnung.

Die Meditation mit den Kaltbluthengsten findet zwischen April und Oktober jeden zweiten Dienstag um 18.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Ab sechs Personen können auch individuelle Meditationstermine vereinbart werden.

Einstündige Führungen durch die Farm werden jeden ersten Dienstag im Monat angeboten, jeweils um 15.30 Uhr.

 

Nicht umsonst werden Pferde auch die Delfine des Nordens genannt, wie Elvira Hagen meint. „So hektisch, wie manche Menschen hierher kommen, so hektisch sind dann in den ersten zehn Minuten auch die Pferde“, sagt sie. Aber sie helfen dann, dass die Leute entspannen können. „Die Tiere können in ihre Seele hineinblicken“, sagt sie. Das hilft auch bei der Einzeltherapie, etwa um Entwicklungsstörungen bei Kindern zu beseitigen, Mobbingopfer zu unterstützen oder Trauerarbeit zu leisten. „Die Menschen können leichter über etwas sprechen, wenn die Tiere dabei sind.“

Von Andreas Kaatz

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