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Neue Hotline für Krebskranke

Medizinischer Rat am Telefon Neue Hotline für Krebskranke

Krebs ist die Todesursache Nummer 2 in Brandenburg. Die Zahl der Krebsdiagnosen steigt weiter – und damit auch der Beratungsbedarf. Ab November bietet eine neue Hotline Hilfe für Betroffene.

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Bei Krebs sind Arztbesuche unumgänglich, doch auch am Telefon gibt es Rat.

Quelle: dpa

Potsdam. Auf die erschütternde Diagnose folgen schnell quälende Fragen: „Ist es wirklich gut, dass ich eine Chemotherapie bekomme? Welche Nebenwirkungen hat eine Bestrahlung? Arbeiten in der Klinik, in der ich behandelt werde, Spezialisten?“ Medizinischen Rat finden Krebspatienten nicht nur bei den Ärzten ihres Vertrauens, sondern einmal im Jahr auch bei der Brandenburgischen Krebsgesellschaft. Die Patienten-Hotline, die am 21. November geschaltet wird, ist ein zusätzliches Angebot für Ratsuchende in Brandenburg.

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Neudiagnosen laut der Krankenkasse Barmer GEK einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Fälle lag mit rund 25 700 fast um ein Fünftel höher als noch vor vier Jahren. Das bekommt auch die Brandenburgische Krebsgesellschaft zu spüren, die mit 1500 Beratungsanfragen im Jahr „komplett ausgelastet“ sei, sagt Geschäftsführerin Bianka Rohne. „Wir beraten überwiegend in psychologischen und psychosozialen Fragen.“

Medizinische Fragen werden am Telefon beantwortet

Anders ist es bei der Patienten-Hotline: Dann stehen medizinische Fragen im Vordergrund. Denn für die Telefonberatung stellen sich führende Krebsexperten verschiedener Fachdisziplinen ehrenamtlich zur Verfügung. „Wann hat man sonst die Möglichkeit, ohne Überweisung und ohne Wartezeit so einfach einen Termin beim Chefarzt zu bekommen?“, sagt Rohne.

Mehr als 20 auf Krebsbehandlungen spezialisierte Ärzte werden sich dieses Jahr wieder für die telefonische Beratung zur Verfügung stellen, darunter Onkologen, Gynäkologen und Strahlentherapeuten. Auch psychoonkologische Berater stehen Patienten und deren Angehörigen mit ihrem Rat zur Seite. „Patienten können sich so eine zweite Meinung einholen. Das ist auch anonym möglich“, sagt Rohne.

Jährlich sterben 7500 Brandenburger an Krebs

Krebs ist in Brandenburg die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben laut Gesundheitsministerium 7500 an den Krankheitsfolgen. Mittlerweile überleben 60 Prozent aller Krebspatienten ihre Erkrankung um mindestens fünf Jahre, vor 20 Jahren waren es lediglich 30 Prozent.

Ob die laut Barmer-GEK-Studie stark gestiegene Zahl der Diagnosen auf tatsächlich mehr Krebsfälle oder ein verändertes Diagnoseverhalten der Ärzte zurückzuführen ist, bleibt offen. Für Bianka Rohne steht fest: Der Umgang mit der Krankheit hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt – zum Besseren. „Heutzutage wird viel offener darüber gesprochen.“ Bei der Patienten-Hotline gibt es dafür demnächst wieder eine Gelegenheit.

Info: Die Patienten-Hotline „Krebs“ im Land Brandenburg wird am Samstag, 21. November, von 10 bis 18 Uhr geschaltet und ist zum Ortstarif unter 0331/200968-0 zu erreichen.

Von Bastian Pauly

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