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Neuer Verein will Treff in Alter Schule fördern

Interkulturelles Leben in Kleinmachnow Neuer Verein will Treff in Alter Schule fördern

Die ehemalige Kleinmachnower Bauamtschefin Barbara Neidel und Lutz Göbel wollen einen unabhängigen Verein gründen, der über Kultur, Workshops, Kurse und Sprachseminare die Einwohner unterschiedlicher Herkünfte und Religionen einander näher bringt und die Alte Schule als Treffpunkt zusätzlich stärken kann.

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Mit noch mehr Angeboten für alle will ein Verein die Alte Schule in Kleinmachnow stärker beleben.

Quelle: Köster

Kleinmachnow.  „Keine Lust auf Ruhestand“ hat die einstige, langjährige Bauamtschefin Barbara Neidel, die seit 2015 Rentnerin ist. Reisen, Gartenarbeit und die Pflichten als Großmutter „genügen mir nicht“, sagt die 66-Jährige. Deshalb engagiert sie sich in der Gemeinde und mischt bei der Stiftung „Kirche und Kultur im Alten Dorf“ mit, die die Alte Schule als Begegnungsstätte von der Kirche übernehmen will und dafür Spenden sammelt. An die 170 000 Euro sind eingegangen; 250 000 Euro nötig.

 Aber längst ist neues Leben in das alte Haus am Zehlendorfer Damm 212 gezogen, seitdem die Kirchengemeinde dort das Begegnungscafé eingerichtet hat und Freizeitangebote für Flüchtlinge und Einheimische organisiert. „Ich habe mir schon immer eine Belebung des Alten Dorfes gewünscht“, sagt Neidel. Jetzt setzt sie im Bunde mit Lutz Göbel, beide sind auch in der Stiftung, noch eins drauf. „Wir wollen einen unabhängigen Verein zur Förderung der interkulturellen, interreligiösen und sozialen Begegnungsstätte Alte Schule gründen“, berichtet der 79-Jährige. Die Satzung ist vom Finanzministerium bereits abgesegnet und über zehn Interessenten stehen in den Startlöchern. Spätestens in vier Wochen könnte die Gründungsversammlung stattfinden, so der freundliche Pensionär, der es wie Neidel als „Herausforderung ansieht, mit den Menschen im Ort“ etwas aufzubauen.

Mischen sich gern fürs Allgemeinwohl ein

Mischen sich gern fürs Allgemeinwohl ein: Barbara Neidel und Lutz Göbel in Kleinmachnow.

Quelle: C. Krause

Der Verein will bestehende Projekte der Kirche im Haus unterstützen und selbst neue anschieben und dafür noch breiter Spenden und Förderungen einwerben. Göbel nennt Konzerte, Lesungen, Workshops, Sprachkurse und Seminare, in denen Ausländer und Deutsche von jeweils der eigenen Kultur und Religion berichten und die des anderen kennenlernen. Es soll zudem um die „Vermittlung von Kontakten in unsere Lebens- und Arbeitswelt“ gehen. Nicht ausgeschlossen, dass sich der Schwerpunkt „interkultureller Treff“ auch einmal ändern könne.

Neidel und Göbel sind ein Beispiel für Freundschaft und Zusammenarbeit von Ost und West in einer Gemeinde, in der sich mehr als woanders seit 1989 die Einwohnerschaft verändert hat. „Ich helfe Menschen, egal, ob sie reich oder arm sind“, sagt Neidel. Sie stammt aus Perleberg und lebt seit 1972 in Kleinmachnow. Hat in der Bauverwaltung buchstäblich geholfen, den Ort mit aufzubauen. Göbel ist zwar in Bärenklau (Oberhavel) geboren, ging aber 1956 nach Westberlin, „weil er als Sohn eines Pfarrers in der DDR nicht studieren durfte“. Im Westen wurde er Physiker und hatte in seinem beruflichen Umfeld oft mit Ausländern zu tun. In Kleinmachnow leben Göbels seit sechs Jahren im Elternhaus von Ehefrau Elisabeth. Seit mehr als zwei Jahren hilft der Pensionär schon beim Deutschunterricht in der örtlichen Förderschule. „Sich einbringen ist das Beste, um in einer neuen Umgebung Fuß zu fassen“, sagt Lutz Göbel.

Stiftung und Verein

Die Stiftung „Kirche und Kultur im Alten Dorf“ wurde 2014 gegründet. Sie soll die Alte Schule von der Kirche als Begegnungsstätte kaufen, damit sie nicht an private Dritte geht, und mit dem gegenüber entstehenden neuen Gemeindezentrum das Alte Dorf beleben.

Der neue Verein will unabhängig die Begegnungsstätte fördern und zusätzlich eigene  interkulturelle Angebote machen.

Kontakt: Interessenten, die in den Verein eintreten oder diesen unterstützen wollen, können sich über Telefon  033203/884506 oder -/79582 sowie   lu-goebel@t-online.de und ANeidel@gmx.de. an die Initiatoren  wenden.

Von Claudia Krause

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