Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Obdachlose bekommen kostenlose Waschräume

Bahnhof Zoo in Berlin Obdachlose bekommen kostenlose Waschräume

Für 300.000 Euro sind am Bahnhof Zoo in Berlin Waschräume für Obdachlose gebaut worden. Am Donnerstagmorgen sind sie nun eröffnet worden. Wohnungslose können die Räume nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Außerdem gibt es noch andere Serviceangebote.

Voriger Artikel
Krankenhaus behandelt junge Flüchtlinge
Nächster Artikel
10 Weihnachtsgeschenke, die fast nichts kosten

Am Donnerstag ist im Bahnhof Zoo ein sogenanntes Hygienecenter für Obdachlose eröffnet worden.

Quelle: dpa

Berlin. Obdachlose und Bedürftige können sich künftig am Berliner Bahnhof Zoo duschen und ihre Wäsche waschen. Bahnchef Rüdiger Grube, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eröffneten am Donnerstag gemeinsam mit zahlreichen Helfern der Bahnhofsmission neue Waschräume. „Mit dem neuen Hygienecenter wollen wir einen Beitrag dafür leisten, dass Obdachlose ihre Würde behalten“, sagte Grube. Für ihn sei dieses Angebot eine „Herzensangelegenheit“.

Bahn und Stadt übernehmen die Kosten

Für das nach Angaben der Initiatoren deutschlandweit erste Hygienezentrum speziell für Wohnungslose wurden ehemalige Aufenthaltsräume von Bahnmitarbeitern umgebaut. Sie wurden mit Toiletten, Duschen, einer Waschmaschine und einem Trockner ausgestattet. Die Bahn investierte dafür 300.000 Euro. Die Unterhaltskosten von 150.000 Euro im Jahr übernimmt der Berliner Senat.

In Berlin gibt es etwa 5000 Menschen ohne Obdach

Täglich kämen rund 1000 Obdachlose hilfesuchend zur Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo, sagte deren Leiter Dieter Puhl. In ganz Berlin leben nach seinen Angaben rund 5000 Menschen auf der Straße. Ehrenamtliche würden den Wohnungslosen auch weiterhin die Haare schneiden und ihre Füße pflegen. Dafür hätten sie nun mehr Platz und neue Utensilien.

Müller lobte das Engagement der Helfer. „Das ist eine gute Arbeit, die sich nicht jeden Tag in der Zeitung findet.“ Sie seien für die Obdachlosen eine wichtige Stütze. Natürlich gebe es in Berlin auch andere Menschen, die Hilfe brauchten, darunter die vielen ankommenden Flüchtlinge. „Aber wir finden es armselig, wenn arm gegen ärmer ausgespielt wird.“

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gesundheit & Lebensfreude
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg