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Pritzwalk: Tagsüber ins Krankenhaus

Teilstationäre Geriatrie Pritzwalk: Tagsüber ins Krankenhaus

Das Pritzwalker Krankenhaus bietet bereits seit mehreren Jahren eine geriatrische Fachabteilung mit knapp 50 Betten an. Nun soll Anfang November eine Tagesklinik mit zehn Betten hinzukommen: Die Patienten können abends nach Hause und auch die Wochenenden daheim verbringen.

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Chefärztin Anne-Grit Bialojan zum Patientenbesuch in der Fachabteilung.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Zwischen 48 und 50 Betten belegt die Geriatrische Abteilung im Pritzwalker Krankenhaus bereits heute: In Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen werden hier pflegebedürftige und ältere Menschen behandelt, die meist nicht nur wegen einer einzigen Krankheit behandelt, sondern meist in einer ganzheitlichen Behandlung wieder remobilisiert werden. Seit ihrem Bestehen hat die Arbeit der Geriatrie viel Zuspruch gewonnen, nun soll das stationäre Angebot um eine teilstationäre Einrichtung ergänzt werden.

Die Eröffnung ist für kommende Woche, 4. November, geplant, zehn Betten sollen für solche Patienten zur Verfügung stehen, die morgens zur Behandlung kommen und den Abend wie auch das Wochenende daheim verbringen können: Eine Transportfähigkeit muss also gegeben sein.

Wie auch auf der stationären geriatrischen Fachabteilung wird in der geriatrischen Tagesklinik ein umfangreiches Team von Fachleuten für die Betreuung der Patienten zur Verfügung stehen. Die Diagnose und Therapie wird ganz klassisch durch die Ärzte durchgeführt, hinzu kommen Pflegefachkräfte, Reha-Fachkräfte, Ergotherapeuten, Krankengymnasten und Sozialarbeiter. Auch die Visiten finden im gewohnten Rahmen statt, die Behandlungen von Schmerztherapie bis hin zum Bewegungstraining gehören ebenfalls dazu.

Anne-Grit Bialojan, die die Fachabteilung Geritarie leitet und gleichzeitig die Ärztliche Direktorin des Pritzwalker Krankenhauses ist, würde am liebsten noch einen Schritt weitergehen, und eine mobile Geriatrie-Versorgung bei den Patienten zu Hause anbieten. „Doch die Teams sind zu groß, als dass man sie zu den Patienten nach Hause bringen kann.”

Insofern war der Schritt zu einer geriatrischen Tagesklinik in den Räumen des Krankenhauses konsequent: Das Angebot richte sich an Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern wie etwa Schenkelhalsfrakturen oder auch an solche mit chronischen Wunden, also vor allem auch an solche, deren Behandlung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.. Der Vorteil der Tagesklinik liege aber vor allem darin, dass die stationäre Behandlungszeit sich durch die Tagesklinik verkürzen ließe, die Patienten behalten zudem den Kontakt zu ihren Familien und ihrem kompletten sozialen Umfeld.

Die Patienten werden während ihres Aufenthalts in drei Zimmern untergebracht werden: Es wird solche mit echten Pflegebetten geben, für jene, die nicht strikt bettlägerig sind, werden Ruhesessel angeboten.

Wie auch in den stationären Bereichen stehen der Tagesklinik alle diagnostischen Möglichkeiten von Röntgen bis Langzeit-EKG zur Verfügung.

In der behandlungsfreien Zeit können die Patienten zudem in einem Gemeinschaftsraum ihre Zeit verbringen, ein Schwesternzimmer ist ebenfalls an den Bereich angeschlossen.

Allen Patienten der Pritzwalker Tagesklinik wird zudem ein Training zur Selbsthilfe angeboten werden, denn das Ziel ist, alle wieder in ihr häusliches Umfeld zu entlassen, nachdem akutmedizinische und rehabilitative Behandlungen abgeschlossen sind. Zu verwechseln ist die Tagesklinik aber auf keinen Fall mit einer Pflegeeinrichtung: Sie funktioniert im Gegenteil wie eine richtige Krankenhausstation.

Von Claudia Bihler

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