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Schutz mit einem Piks

Impfen mit Kontrolle Schutz mit einem Piks

Impfungen gewähren Schutz vor zahlreichen Krankheiten. Ärzte raten zur Einhaltung entsprechender Empfehlungen, auch wenn Impfgegner immer wieder vor angeblichen Gefahren warnen.. Doch ohne Kontrolle gibt es bedenkliche Lücken im Vorsorgeprogramm.

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Empfehlen regelmäßige Impfung: Amtsarzt Christian Schulze und Kinderärztin Gisela Brauer-Gabrys.

Quelle: Juliane Weser

Oranienburg. Das Impfen gehört zu den wirksamsten präventiven medizinischen Maßnahmen. In Deutschland gibt es kein sogenanntes Impfgesetz. Wohl aber Impfempfehlungen von den Experten der Ständigen Impfkommission (Stiko). Unmittelbares Ziel einer Impfung ist es, vor ansteckenden Krankheiten zu schützen und diese auszurotten. In einem Impfkalender sind Jahr für Jahr die empfohlenen Impfungen eingetragen. Dieser Kalender der Stiko wird aktualisiert und angepasst, wenn neue Impfstoffe zugelassen werden.

Geimpft werden kann gegen Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Hib (Haemophilus influenzae Typ b), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hepatitis B, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken C, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken (Varizellen), Gebärmutterhalskrebs (HPV) und Grippe (Influenza).

Lebenslange Immunität

Christian Schulze ist Amtsarzt beim Landkreis Oberhavel. Er rät zu einer konsequenten Einhaltung der Impfempfehlungen: „Die Impfungen sollten möglichst zeitgerecht erfolgen, da die Chronologie einen lückenlosen Schutz vorsieht.“ Für Impfgegner hat der Amtsarzt kein Verständnis: „2015 stellten wir infolge einer Maserninfektion eine Hirnhautentzündung bei einem Kind fest. Dieses Kind wird lebenslange schwere geistige Behinderungen davontragen.“ Ein trauriger Fall, und das nur, weil die nötige Masernimmunisierung fehlte. Impfgegner fürchten sich zumeist vor eventuellen Impfreaktionen. Kinderärztin Gisela Brauer-Gabrys vom Landkreis Oberhavel kann jedoch beruhigen: „Impfreaktionen wie leichte Rötungen und Fieber sind normal. Das ist die Antwort des Körpers, und sogar das beste Zeichen für ein funktionierendes Immunsystem.“ Innerhalb der ersten drei Tage sollten die Impfreaktionen dann abklingen.

Impfungen mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen hinterlassen in der Regel eine lebenslange Immunität. Inaktive Impfstoffe müssen mit der Zeit jedoch immer wieder aufgefrischt werden. „Deshalb empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des Impfausweises durch den Hausarzt oder Kinderarzt“, betont Kinderärztin Gisela Brauer-Gabrys.

Wer sich nicht sicher ist, ob eine Impfauffrischung nötig ist, der legt seinen Impfausweis beim Hausarzt vor. Leider kommt es immer wieder vor, dass der Impfausweis verlegt wird. Hierfür kann der Hausarzt einen sogenannten Titer abnehmen lassen. Dafür wird eine Blutprobe des Patienten genommen. Anhand des Titer kann der Hausarzt ablesen, ob ausreichender Impfschutz besteht.

Die Grippeschutzimpfung empfiehlt der Amtsarzt vor allem Menschen mit chronischen Vorerkrankungen, älteren Menschen über 60 sowie Schwangeren: „Ratsam ist der Grippeschutz auch für Personen, die in öffentlichen Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr arbeiten.“ Nur mit der Impfung ließe sich eine Ansteckung wirksam vermeiden.

Von Juliane Weser

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