Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
So schnell sind Sanitäter in den Landkreisen

Jede Minute zählt So schnell sind Sanitäter in den Landkreisen

Wenn es um die Gesundheit geht, zählt manchmal jede Minute. Deswegen sollen Rettungsdienste laut Gesetz innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein. Doch die Statistik zeigt: In Brandenburg werden die vorgeschriebenen Einsatzzeiten oft nicht erreicht. Wie schnell sind die Retter in ihrem Landkreis? Hier gibt’s die Antwort.

Voriger Artikel
Pflege in der Familie: Viele verzichten auf Hilfen
Nächster Artikel
Geteilte Meinung über Pflegestärkungsgesetz

Bei Rettungseinsätzen zählt jede Minute.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Wenn es um Leben und Tod geht, dann zählt jede Minute. Deswegen ist im Landesrettungsdienstgesetz auch klar geregelt: Die Rettungswachen müssen so errichtet werden, dass „jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle in einem Jahr innerhalb von 15 Minuten erreicht wird“. 15 Minuten zwischen Anruf bei der Leitstelle und Eintreffen der Sanitäter also. Doch in der Praxis wird diese Erfolgsquote in den meisten Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten nicht erreicht. Das geht aus einer aktuellen Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine Anfrage der CDU-Fraktion hervor.

Nur fünf Kreise arbeiten vorbildlich

Die Rettungsdienste kommen oft zu spät. Nur in fünf Kreisen und kreisfreien Städten des Landes wurde im Jahr 2014 die gesetzliche Hilfsfrist eingehalten – und zwar in: Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder), im Barnim und im Havelland. Selbst in der Landeshauptstadt Potsdam wurde die Quote knapp verfehlt. Am häufigsten kamen die Retter in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberspreewald-Lausitz zu spät.

Landkreis will nachsteuern

Für die Einhaltung der Zeiten sind die Landkreise und Städte zuständig. In Ostprignitz-Ruppin kennt man das Problem. Damit die Retter in Ostprignitz-Ruppin die vorgeschriebene Hilfsfrist von 15 Minuten künftig öfter als bisher einhalten, will die Kreisverwaltung auch mit der Polizei sprechen. Das hatte Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) unlängst angekündigt. Denn die Beamten aus Neuruppin, Kyritz, Wittstock und Rheinsberg sind landesweit am schnellsten am Einsatzort, während die Sanitäter in Ostprignitz-Ruppin am häufigsten in der Mark die Hilfsfrist verpassen. „Wir werden auch bei der Polizei nachfragen, wie die fahren“, hatte Nüse gesagt.

Von Torsten Gellner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gesundheit & Lebensfreude
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg