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Sperrgebiet für Bienen in Dahme-Spreewald

Bienenseuche ausgebrochen Sperrgebiet für Bienen in Dahme-Spreewald

Die Amerikanische Faulbrut ist zerstörerisch. Ihr fallen ganze Bienenvölker zum Opfer – und sie ist hoch ansteckend. Nun gibt es gleich zwei Fälle in Dahme-Spreewald. Deshalb hat der Landkreis einen Sperrbezirk eingerichtet. Ganz Brandenburg hat immer wieder mit der Krankheit zu kämpfen.

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Ganze Bienenvölker sterben durch die Amerikanische Faulbrut.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dahme-Spreewald. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat einen Sperrbezirk, denn in Fürstlich Drehna und Schlabendorf ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Die Imker fürchten um ihre Bienenvölker. Das Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft hat schnell gehandelt und eine Allgemeinverfügung zum Schutz der Bienenstände erlassen, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Bienen dürfen sich nur noch im Sperrgebiet aufhalten, die Völker werden untersucht.

Bienen-Seuche für Menschen ungefährlich

Die Seuche befällt in der Regel den Nachwuchs der Insekten. Ganze Bienenvölker werden vernichtet. Weil die Ansteckungsgefahr unter den Bienen hoch ist, werden die betroffenen Völker oft komplett getötet und alles Material vernichtet. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Bienen durch ein Kunstschwarmverfahren zu retten. Dann werden sie in einer neuen Umgebung angesiedelt. In Brandenburg ist diese Methode unüblich.

Imker haben Angst um ihre Bienenvölker

Imker haben Angst um ihre Bienenvölker.

Quelle: dpa-Zentralbild

Die Faulbrut ist für Menschen ungefährlich. Honig und anderen Produkte der fleißigen Bienen können auch von befallenen Völkern verwendet werden.

Nicht der erste Sperrbezirk in Brandenburg

Jährlich registriert das Brandenburger Agrarministerium etwa 15 Fälle, in denen ein Bienenvolk von der Amerikanischen Faulbrut befallen wird – mal mehr, mal weniger. Übertragen wird die Krankheit durch Bienen, die unterwegs die Sporen aufnehmen. Die Erreger sind in der Umwelt vorhanden. Ist die Krankheit erst einmal eingeschleppt, stirbt die Brut. Ein jährliches Monitoring hilft dabei, die Infektion früh zu erkennen und die Verbreitung einzudämmen.

In der Vergangenheit gab es häufig Sperrgebiete in Brandenburg, etwa 2013, als in Jüterbog und Umgebung Völker betroffen waren. Insgesamt dauerte die Bekämpfung mehr als ein Jahr. 2012 war die Seuche dort ausgebrochen. Doch neben dem Landkreis Teltow-Fläming hatten auch die märkischen Kreise Elbe-Elster und Dahme-Spreewald betroffen. Selbst in der Landeshauptstadt Potsdam wütete die Amerikanische Faulbrut bereits. 1999 war der Stadtteil Potsdam-Bornstedt ein Sperrbezirk.

Von MAZonline

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