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Sportfest für Fehrbelliner und Flüchtlinge

Farbe zeigen mit Spaßfaktor Sportfest für Fehrbelliner und Flüchtlinge

Sport verbindet Nationen – nicht nur bei olympischen Spielen. Beim ersten gemeinsamen Familien-Sportfest in der Fehrbelliner Rhin-Halle wetteiferten Fehrbelliner und Flüchtlinge aus dem Lentzker Übergangswohnheim nicht gegeneinander sondern in buntgemixten Staffeln um Bestzeiten. Das machte Spaß und kam bei allen bestens an.

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Fehrbellin mag es bunt: hier Team Schwarz im Einsatz.

Quelle: Buddeke

Fehrbellin. „Yalla, yalla“, schallt es laut. Und „Schnell, schnell“ direkt daneben. Muhammed schnappt sich den Ball von seiner Vorgängerin und wieselt los, umrundet die Kegel in geschicktem Slalom und sprintet zurück zur Übergabe. Auch etliche der Flüchtlinge feuern ihre Teams schon in deutscher Sprache an – einige von ihnen wohnen schon seit anderthalb Jahren im Lentzker Übergangswohnheim und sprechen gut deutsch. Insgesamt sieben Mannschaften sind es – bunt gemixt aus Kindern und Erwachsenen, Männern und Frauen, Deutschen und Asylbewerbern – die sich am Sonnabend zum Familiensportfest in der Fehrbelliner Rhinhalle eingefunden haben.

„Die Idee hatten wir schon beim vergangenen Sommerfest“, erinnert sich die Lentzkerin Norma Strauss, die als Ehrenamtlerin schon für viele Flüchtlinge zur festen Anlaufadresse geworden ist, wenn sie Fragen oder Sorgen haben. Gemeinsam mit Sozialarbeitern, Ehrenamtlern, der Gemeinde, den Linumer Landfrauen, der Berlin-Brandenburgischen Landjugend und dem Kreissportbund wurde nun das allererste Event dieser Art gestartet – die Einladungen gingen vorab in alle Kitas und Schulen rund um Fehrbellin. Und das kam bestens an. Die Mannschaften – gekleidet allesamt in quietschbunte Trikots – verausgabten sich in verschiedensten Staffelspielen. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz – alle zogen an einem Strang – auch wenn am Ende Team Blau klarer Sieger wurde. Urkunden gab es für alle. Und Essen auch – die Landfrauen hatten Kuchen gebacken und der Kreissportbund sorgte fürs herzhafte Mittagessen. Und hatte überdies Hüpfburg, Reifen, Pedalos und diverse andere Sportgeräte mitgebracht, auf denen sich die Kinder vergnügen konnten, wenn sie gerade nicht am Wettkampf teilnahmen.

Schnelle Staffelübergabe

Schnelle Staffelübergabe

Quelle: Buddeke

„Macht voll Spaß“, sagte Annelene Oberowski. Ihre Mutter, Viola Leschik, gehört zur Gymnastik-Sektion des SV 90 Fehrbellin und hat zu Beginn die gemeinsame Erwärmung angeleitet. „Mit Flüchtlingen habe ich bisher noch wenig zu tun gehabt“, sagt sie. „Aber der Kontakt klappt gut, vor allem mit den Kindern.“

Etwa Muhammed, der schon ein recht gewähltes Deutsch spricht. „Ich liebe Sport, wenn ich ihn selber mache“, strahlt der kleine Syrer und schlägt zum Beweis gleich einen Salto auf dem Trampolin und lässt noch en passant einen Spagat folgen. „Sport ist gut für mich – obwohl ich nur eine Niere habe“, erzählt der fröhliche Junge, nachdem er im schwarzen Team um gute Zeiten gekämpft hat.

Glücklich und geschafft

Glücklich und geschafft: Muhammed hat tüchtig getobt.

Quelle: Buddeke

„Etwas Besseres zur Integration kann man ja gar nicht machen“, sagt Bernd Gummelt vom Kreissportbund über die Veranstaltung. „Es sind ja alle gut dabei.“ Sportveranstaltungen gemeinsam mit Flüchtlingen habe der KSB schon oft organisiert – solch ein gemischtes Familiensportfest allerdings bislang noch nicht. „Wichtig ist vor allem, dass die Einheimischen mitmachen.“

Nach dem Essen geht es weiter: mit einem kleinen Fußballturnier.

Von Regine Buddeke

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