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Strecken für die Fitness

Boot Camp in Zehdenick Strecken für die Fitness

Acht Stunden lassen Stefan Engel und Michael Gerlach die Teilnehmer ihres Boot Camps in Zehdenick am Sonnabend ackern und schwitzen. Was zählt, sind Durchhalten und Teamgeist. Die Teilnehmer fluchen und pusten, aber keiner gibt auf.

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Sieht nur leicht aus: die Übungen werden im Boot Camp so lange wiederholt, bis die Muskeln brennen.

Quelle: Foto: Susanne Wernicke

Zehdenick. Die Waden sind schon hart, sagt Monique Schröder. Aber Aufgeben kommt nicht in Frage. Nicht nach sechs Stunden Plackerei. Seit morgens um 8 Uhr kämpft sie gegen den inneren Schweinehund und schmerzende Muskeln. Zwei Stunden liegen noch vor ihr und den anderen 15 Teilnehmern des zweiten Zehdenicker Boot Camps – ein sportlicher Härtetest. Die Fitnesstrainer Stefan Engel und Michael Gerlach haben sich die Übungen dafür ausgedacht. Der eine scheucht die Teilnehmer über den Hallenboden, der andere um den See. Drei Kilometer im Dauerlauf mit schwerem Gepäck auf den Schultern: wahlweise ein gefüllter Wasserkanister oder ein Holzstamm. Kurze Verschnaufpause und weiter. Liegestütze, Hock-Streck-Sprünge, Tauziehen, Gewichte stemmen, Medizinbälle so lange gegen die Wand werfen, bis die Oberarme schlapp machen.

In den rotgefärbten Gesichtern der Teilnehmer ist während mancher Übung viel zu lesen – von „ich kann nicht mehr“ bis hin zu „warum tue ich mir das an“. Anne Katrin und Sarra trainieren regelmäßig im Fitnessstudio und wollten das Boot Camp mal mitmachen, um zu sehen, wo ihre Grenzen sind. „Die Trainer motivieren uns, alleine hätten wir wahrscheinlich längst aufgegeben“, sagt Anne Katrin. Die Frauen sind diesmal in der Überzahl. Warum das so ist, weiß Stefan Engel auch nicht. Ausbilder Michael Gerlach beendet die kurze Pause. Nächste Übung: mit dem Rücken an der Hauswand lehnen und in einer tiefen Sitzposition verharren. Nach wenigen Sekunden brennt es in den Oberschenkeln, die ersten pusten den Schmerz raus. Wer die Übung nicht ordentlich macht oder sich eine Verschnaufpause außer der Reihe gönnt, ist raus. Das Training soll nachhaltig sein. Nach dem ersten Boot Camp im Frühjahr hatten sich einige Sportler für eine Woche abgemeldet, weil sie sich kaum bewegen konnten. Hanna hat ihrem Chef schon gesagt, dass sie am Montag womöglich zur Arbeit gekrochen kommt. Aber Spaß macht es und das Gefühl, über sich hinaus zu wachsen, entschädigt für vieles.

Stefan Engel weiß, wie das ist. Während seiner Ausbildung habe er Kickboxen trainiert und musste immer wieder über seine Grenzen gehen. „Irgendwann funktioniert der Körper nur noch. Das ist Adrenalin pur“, sagt er. Er ist überrascht, wie gut die Teams und jeder Einzelne mitziehen. „Ich hätte nicht gedacht, das alle durchhalten“, so der Coach.

Das Boot-Camp soll sich als eines der längsten und härtesten in der Region etablieren und zwei Mal im Jahr stattfinden. Ende November feiern Engel und sein Team einjähriges Bestehen. 2014 hatte er das ehemaligen Sporthotel an der Grünstraße übernommen und nach vielen Jahren des Leerstands wieder eröffnet. „Wir sind froh, wie sich das entwickelt hat. Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Engel.

Von Cindy Lüderitz

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