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Tumorfreie Zonen in Mund und Hals

Patiententag in der HNO-Klinik Tumorfreie Zonen in Mund und Hals

Rege machten am Mittwoch Bürger von dem Angebot Gebrauch, ihren Mund- und Rauchenraum auf mögliche Tumoren untersuchen zu lassen. Die HNO-Klinik Brandenburg hatte zum „Patiententag Kopf-Hals-Tumoren“ eingeladen. Chefärztin Birgit Didczuneit-Sandhop prüfte kostenlos, ob in der Mundhöhle der Gäste Anzeichen für eine Krebserkrankung zu erkennen sind.

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Chefärztin Birgit Didczuneit-Sandhop untersuchte am Mittwoch kostenlos den Mund und den Hals der Patiententag-Besucher im Klinikum Brandenburg.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg an der Havel. Rege machten am Mittwoch Bürger von dem Angebot Gebrauch, ihren Mund- und Rauchenraum auf mögliche Tumoren untersuchen zu lassen. Die HNO-Klinik des städtischen Klinikums Brandenburg hatte zum „Patiententag Kopf-Hals-Tumoren“ eingeladen. Chefärztin Birgit Didczuneit-Sandhop und andere Klinikärzte prüften aus diesem Anlass kostenlos, ob in der Mundhöhle der Gäste Anzeichen für eine Krebserkrankung zu erkennen sind.

Zuvor schilderte die Chefärztin das medizinische Problem, das sich mit zunächst harmlos scheinenden Symptome ankündigt. Hartnäckige Schluckbeschwerden, Nasenbluten, halsschamerzen, starke Heiserkeit müssen nicht, aber können als Ursache eine Tumorerkrankung haben. „Wenn diese Symptome zwei bis drei Wochen lang fortbestehen, sollte man einen HNO-Arzt aufsuchen“, empfiehlt Birgit Didczuneit-Sandhop. Sie rät dringend davon ab, sich mit Ausreden, woher die Beschwerden kommen könnten, selbst zu beruhigen.

Viren können die Ursache sein

Nach Angaben der Fachärztin erkranken im Jahr 4.500 Menschen an Kehlkopfkrebs, davon sind fast 4.000 Männer. Hinzu kommen 14.000 Mundschleimhaut- und Rachenturmoren. Entstehen können solche Tumoren auch durch Viren, berichtete die HNO-Ärztin den Besuchern des Patiententages.

In den Untersuchungen gehe es zunächst darum, die Größe und Streuung der Tumoren festzustellen. Über die anschließende Therapie entscheiden HNO-Ärzte, Onkologen und Radiologen gemeinsam. In der Brandenburger HNO-Klinik werden alle Tumoren des Mund- und Halsraums zwar operiert, aber nicht immer sei die Operation das Mittel der Wahl, sagte Birgit Didczuneit-Sandhop. Mit Rücksicht auf die Lebensqualität des Menschen verzichte man heutzutage darauf, ganze Zungen herauszuschneiden.

Die Chefärztin machte deutlich, wie wichtig die Nachsorge ist. Denn auch nach einer erfolgreichen Behandlung könnten sich Zweit- und sogar Dritttumoren an anderen Stellen bilden – manchmal erst nach sechs, sieben Jahren. Die Klinik hält dienstags und donnerstags Tumorsprechstunden ab.

Von Jürgen Lauterbach

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